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09/11/2018 13:28 CET | Aktualisiert 09/11/2018 13:30 CET

Gesundheitsminister Spahn will Kinderlose stärker zur Kasse bitten

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FEDERICO GAMBARINI via Getty Images

► Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in einem Gastbeitrag für die Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft gefordert, dass Kinderlose mehr in die Pflege- und Rentenversicherung einzahlen sollten als Eltern.

► Spahn sagte: “Im Umlagesystem bekommen die Alten das Geld von den Jungen – auch, wenn es die Kinder nur der Anderen sind.”

Bedeutet im Klartext: Alte Menschen bekommen ihre Rente unabhängig davon, ob sie selbst zukünftige Beitragszahler in die Welt gesetzt haben.

► Spahn prangere dies ganz bewusst als “selbst Kinderloser, der bereit ist, finanziell mehr zur Zukunftsfähigkeit des Systems beizutragen” an.

So reagiert Arbeitsminister Heil auf Spahns Forderung: 

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) kritisierte die Forderung von Spahn nach höheren Rentenbeiträgen für Kinderlose.

“Es ist mehr als eine schräge Idee, Kinderlose zu bestrafen”, sagte Heil am Freitag laut einer Mitteilung seines Ministeriums. “Zumal die Kinderlosigkeit in vielen Fällen ungewollt ist.”

Heil sagte, es gehe ihm vielmehr darum, Familien zu unterstützen. Für mehr Geld in der Rentenversicherung “sollten wir lieber über einen höheren Rentenversicherungsbeitrag für sehr reiche Menschen nachdenken.”