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04/07/2018 11:56 CEST | Aktualisiert 04/07/2018 13:55 CEST

Gesundheitsamt warnt vor gefährlicher Mücke: Diese Regionen sind betroffen

Die Bisse des Insekts sind schmerzhaft – und können sogar lebensgefährlich werden.

  • Das Gesundheitsamt und der Wetterdienst warnen vor der Kriebelmücke, deren Aufkommen dieses Jahr besonders hoch sei.
  • Die Bisse des Insekts sind nicht zu unterschätzen.
  • Im Video oben: 15-Jährige wird im Urlaub von Mücke gestochen – was mit ihrem Körper passiert, stellt Ärzte vor Rätsel.

Jeden Sommer plagen Mücken ganze Landstriche. Doch eine ist dieses Jahr besonders aggressiv: die sogenannte Kriebelmücke.

Im Bundesland Nordrhein-Westfalen warnte bereits der Deutsche Wetterdienst, dass das Aufkommen der Kriebelmücke dieses Jahr besonders hoch sei.

Was sind Kriebelmücken und wo kommen sie vor?

Wie das Gesundheitsamt Baden-Württemberg der HuffPost sagte, kommen inzwischen etwa 50 Arten der Mücken in Deutschland vor.

Derzeit sind laut Gesundheitsamt die ländlichen Gegenden in Deutschland stark betroffen, da sich Kriebelmücken gerne in der Nähe von Bachläufen und Flüssen aufhalten würden.

Noch dazu lieben sie schwülwarmes Wetter und pflanzen sich deshalb in den Sommermonaten enorm fort – was zu einer Plage führen kann.

► Kriebelmücken sind zwei bis sechs Millimeter groß, ähneln optisch einer Fliege und attackieren in erster Regel Weidetiere. Wenn keine zur Stelle sind, fliegen die Insekten auch Menschen an.

Was die Mücke von anderen Vertretern ihrer Art unterscheidet, ist, dass sie nicht sticht, sondern erst einmal mit ihrem Mund eine Wunde in die Haut raspelt und dann das austretende Blut aufsaugt.

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Darum kann ein Biss der Kriebelmücke lebensgefährlich sein

Bisse der Kriebelmücke sind nicht zu unterschätzen – sie sind schmerzhaft und können für Menschen sogar lebensgefährlich werden.

Das Gesundheitsamt sagte dazu: “Als Reaktion kommt es häufig zu starken Schwellungen an der Stichstelle und seltener zu Kreislaufproblemen. Als Komplikation können auch Bakterien in die Stichstelle übertragen werden. Bei bleibend starken Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden und die Infektion gegebenenfalls mit einem Antibiotikum behandelt werden.”

Der Speichel der Insekten könne eine toxische Komponente enthalten, deren Wirkprinzip von der Forschung noch nicht endgültig geklärt sei. Deshalb könne ein einziger Biss für den Menschen gefährlicher werden als gedacht.

Im schlimmsten Fall könne die Wunde einer Kriebelmücke beim Patienten zu einer Blutvergiftung führen.

Mit Material der dpa 

(lm)