POLITIK
11/07/2018 15:02 CEST | Aktualisiert 11/07/2018 15:09 CEST

Altkanzler Schröder sieht diese drei Politiker als Kanzleranwärter

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Wolfgang Rattay / Reuters
Gerhard Schröder

Drei Politiker haben nach Einschätzung von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) das Zeug zum Kanzler:

► Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). “Sein Politikkonzept ist gar nicht so schlecht”, sagte Schröder dem Magazin “Stern”. “Er hat enge Kontakte in die Wirtschaft. Daneben aber betont er auch die soziale Frage.” Insofern sei er ein schwieriger Gegner, mit dem man in der SPD rechnen solle.

► Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Die SPD habe immer nur dann Erfolg, wenn der Kanzlerkandidat auch wirtschaftliche Kompetenzen vorzuweisen habe, sagte Schröder. Und da sehe er gegenwärtig neben Scholz auch ...

► Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD).

Warum Schröder über Kanzlerkandidaten spekuliert:

Schröder sieht die Entwicklung seiner Partei in der Großen Koalition offenbar mit Sorge: Kein Wunder, der vergangene “Sonntagstrend” ist für die gesamte Große Koalition ein Fanal. Die Sozialdemokraten liegen nun mit 17 Prozent gleichauf mit der rechtspopulistischen AfD.

Verantwortlich für das schlechte Abschneiden dürfte unter anderem der Asylstreit zwischen CDU und CSU sein, in dessen Verlauf die SPD schwach wirkte. Laut Schröder hätte die SPD nach der Eskalation des Streits mit Seehofer auf die Vertrauensfrage im Bundestag dringen müssen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) attestierte er in dem Streit fehlende Stärke. Niemals dürfe sich ein Kanzler ein Ultimatum von einem Minister setzen lassen. “Gelegentlich ist ein Basta notwendig”, sagte der SPD-Mann dem “Stern”. “Aus einer Richtlinienkompetenz wurde eine Nichtlinienkompetenz.”

Das müsst ihr noch wissen: 

Schröder plädierte außerdem für eine Begrenzung der Amtszeit des Bundeskanzlers. “Zwei Perioden, acht Jahre. Ich finde, das wäre nicht schlecht”, sagte er.

(sk)