ELTERN
29/05/2018 10:46 CEST

Erziehung: Wie Kinder gerne Gemüse essen

Gemüse zu essen, ist für Kinder oftmals keine Freude – zum Leid der Eltern. Hier folgen hilfreiche Tipps, um den Kleinen das Gemüse schmackhaft zu machen.

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Gemüse ist gesund – aber nicht jedes Kind liebt es.
  •  Gemüse zu essen, ist ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung.
  • Kindgerecht angerichtet und mit den Eltern als Vorbild kann eine Gemüsemahlzeit zum Erlebnis werden.

Gemüse ist ein wichtiger Lieferant von Vitaminen und Ballaststoffen. Dies ist für die Kleinen aber noch lange kein Grund, sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren.

Pommes und Nudeln stehen oftmals als Lieblingsspeisen an der Spitze und lassen sich nicht durch Zucchini und Co. ersetzen.

Gemüse ansprechend anrichten

Kinder essen hauptsächlich mit den Augen.

► Ein guter Trick besteht darin, das Essen ansprechend und einladend zu präsentieren. Gurkenscheiben und Paprikastückchen eignen sich wunderbar für eine Dekoration mit witzigen Gesichtern.

Mit Brokkoli schafft man Baumlandschaften und Schnittlauch dient als Untergrund für Gemüsetraktoren. 

► Das Gemüse lässt sich gut in schmackhaften Soßen und Suppen verstecken, wenn es ordentlich püriert wird. Auf diese Weise reichert man die vermeintliche Kartoffelsuppe mit Karotten, Lauch und Sellerie an.

Die Eltern haben bei den Essgewohnheiten eine Vorbildrolle und es ist hilfreich, mit dem eigenen Gemüseteller ein gutes Beispiel zu geben.

 

► Größere Kinder bezieht man in die Essensvorbereitungen mit ein. Wenn sie beim Schnippeln und Kochen zuschauen oder mithelfen, entwickeln sie ein anderes Verhältnis zum Essen. Beim Gemüse zum Essen heißt es überraschenderweise: “Das habe ich gemacht! Das schmeckt gut!”

Kinder dürfen aber nicht ohne Aufsicht bei den Essensvorbereitungen mitwirken.

Nicht so schnell aufgeben

Wenn nichts Anderes hilft, lautet die Devise, alles auszuprobieren, bis man die Vorlieben der Sprösslinge entdeckt hat. Manche Kinder mögen ausschließlich Gemüse aus dem Tiefkühlfach, andere lieben die Rohkost, die mit verschiedenen Dips angerichtet ist.

Kinder ändern mit der Zeit wiederholt ihren Geschmack. Was heute nicht essbar ist, kann in einem halben Jahr zur Leibspeise werden.

Vor allem bei größeren Kindern hilft es, zu erklären, warum es gut ist, Gemüse zu essen, und warum man manche Speisen besser in Maßen verzehrt. Hier zwei nützliche Beispiele: “Zu viel Zucker verursacht Bauchweh und Karies. Die Vitamine im Gemüse verhindern, dass wir Schnupfen und Kopfweh bekommen.”