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13/12/2018 18:34 CET

Gelsenkirchen: Libanesische Großfamilie stürmt Café und schlägt auf Gäste ein

Ein Tatverdächtiger störte die Maßnahmen derart heftig, dass er von den Einsatzkräften noch vor Ort festgenommen wurde.

Christian Horz via Getty Images
  • In Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei gleich mehrere Angehörige einer libanesischen Großfamilie vernommen.
  • Ihnen wird vorgeworfen, im November Gäste eines Café angegriffen zu haben.  

Die brutale Attacke in einem Gelsenkirchener Café liegt schon einige Wochen zurück, am Donnerstag hat die Polizei nun die Wohnungen der Tatverdächtigen durchsucht. 

Am späten Abend des 23. Novembers betraten fünf Männer ein Café in der Gelsenkirchener Neustadt. Dort schlugen sie unvermittelt auf die Gäste ein und bedrohten sie mit einem Messer. Im Anschluss daran flüchtete die Gruppe. 

Im Verlauf der Ermittlungen gelang es der Polizei vier Tatverdächtige zu identifizieren, die alle zu einer libanesischen Großfamilie gehören. Um Beweismittel sicherzustellen, erließt die Staatsanwaltschaft Essen Durchsuchungsbeschlüsse.

Zufallstreffer in einer der durchsuchten Wohnungen

Die Polizei durchsuchte daraufhin am Donnerstagmorgen die Wohnungen der Tatverdächtigen. Diese wurde im Anschluß daran vernommen und erkennungsdienstlich behandelt.

Ein Tatverdächtiger störte die Maßnahmen derart heftig, dass er von den Einsatzkräften noch vor Ort festgenommen wurde. Zufällig traf die Polizei in einer der durchsuchten Wohnungen auch einen 17-jährigen weiteren Angehörigen der libanesischen Großfamilie, gegen den noch ein Haftbefehl aus einem anderen Verfahren bestand. Auch er wurde festgenommen.

Wie Berlin haben auch zahlreiche Städte im Ruhrgebiet mit kriminellen Familien-Clans zu kämpfen. Gegen sie verfolgen die Behörden schon seit Längerem eine Null-Toleranz-Strategie.