POLITIK
08/12/2018 12:16 CET | Aktualisiert 09/12/2018 18:48 CET

Weit über 1000 Festnahmen in Paris, Krawalle bei “Gelbwesten”-Protesten

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Anadolu Agency via Getty Images
Polizisten liefern sich Auseinandersetzungen mit "Gelbwesten"-Demonstranten in Paris. 

► Bei den Demonstrationen der “Gelben Westen” in Paris kam es am Samstag zu Krawallen. 

► Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Auf Fernsehbildern waren brennende Autos im Zentrum der Hauptstadt zu sehen.

► Nach Angaben der Polizei wurden laut der französischen Regierung 1.300 Menschen bei den landesweiten Protesten festgenommen – der Großteil in Paris. Die Polizei war mit gepanzerten Fahrzeugen unterwegs.

► Schon zu Beginn der “Gelbwesten”-Demonstration hat die französische Polizei hart durchgegriffen, um Ausschreitungen in Paris wie in den Vorwochen zu verhindern. Bereits am Morgen wurden laut der Regierung 481 Personen festgenommen.

Wie das Sicherheitskonzept der Polizei in Paris funktionieren sollte: 

Mehrere Tausend in gelbe Westen gekleidete Demonstranten hatten sich am Vormittag in ganz Paris versammelt. Auch im Umfeld der Pariser Prachtstraße Champs-Élysées wurde wieder demonstriert.

Dort setzte die Polizei am Vormittag vereinzelt Tränengas ein. Vor allem auf und rund um den berühmten Boulevard war es an den vergangenen zwei Wochenenden zu heftigen Ausschreitungen gekommen.

In der Hauptstadt waren am Samstag nach früheren Angaben des Premiers 8000 Polizisten und andere Ordnungskräfte im Einsatz. Die Polizei kontrollierte Taschen und Rucksäcke von Passanten und war mit Pferdestaffeln unterwegs. Auch gepanzerte Fahrzeuge wurden in Stellung gebracht.

Eine Sprecherin der Polizei sagte: 

“Die Idee für uns ist wirklich, die friedlichen Demonstranten (...) von anderen, möglicherweise feindseligeren Demonstranten, Plünderern und Randalierern zu trennen.” 

Welche Einschränkungen die Proteste in Paris bedeuten: 

► Metrostationen im Zentrum der Hauptstadt blieben geschlossen - die Bahnen hielten an mehreren Stationen nicht an, sondern fuhren einfach durch.

► Etliche Geschäfte im Zentrum der Stadt waren nicht geöffnet, viele von ihnen hatten ihre Schaufenster verbarrikadiert.

► Auch viele Sehenswürdigkeiten in Paris waren nicht geöffnet, darunter zahlreiche Museen und das Wahrzeichen der Stadt, der Eiffelturm.