POLITIK
15/12/2018 13:21 CET | Aktualisiert 15/12/2018 13:26 CET

Paris: "Gelbwesten" marschieren wieder – trotz Macrons Zugeständnissen

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The Independent
Gelbwesten in Frankreich marschieren wieder – trotz Macrons Zugeständnissen

► Mehrere hundert Demonstranten in gelben Westen sind am Samstagmorgen in Paris wieder auf die Straße gegangen.

► Die Proteste fanden an verschiedenen Orten statt. Auf der Prachtstraße Champs-Élysées kam es zu Spannungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, wobei auch Tränengas eingesetzt wurde. Die Demonstrationen wurden von massiven Sicherheitsmaßnahmen begleitet.

► Allein in Paris waren 8000 Polizisten, 14 Panzerfahrzeuge und Reiterbrigaden im Einsatz. Landesweit waren 69 000 Sicherheitskräfte im Dienst.

“Gelbwesten”-Proteste starteten friedlicher als vor einer Woche:

Dem Aufruf, in Paris zu demonstrieren, folgten weit weniger Menschen als am vergangenen Samstag. Nach dem Terroranschlag von Straßburg am Dienstag hatte die französische Regierung an die “Gelbwesten” appelliert, an diesem Wochenende nicht zu demonstrieren.

Bereits vor einer Woche hatten sich die Sicherheitskräfte in Paris in ähnlichem Umfang gegen Gewalt und Krawalle gewappnet, bei denen Autos in Brand gesetzt wurden, Geschäfte beschädigt und Läden geplündert wurden. Im ganzen Land waren etwa 2000 Menschen festgenommen worden.

Darum geht es den “Gelbwesten”:

Die “Gelbwesten” - benannt nach den Warnwesten im Auto – protestieren bereits das fünfte Wochenende in Folge. Ursprünglich richtete sich ihre Wut gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die Reformpolitik der Mitte-Regierung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron.

Mittlerweile werden zunehmend Forderungen nach mehr direkter Demokratie in Form eines Bürgerreferendums und nach einem Rücktritt Macrons laut. Der hatte zahlreiche Zugeständnisse angekündigt – unter anderem eine Erhöhung des Mindestlohns.