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23/06/2018 09:11 CEST | Aktualisiert 23/06/2018 12:29 CEST

Gefährliche Schnecken entdeckt: Experten warnen vor Ausbreitung in Europa

Sie können auch die menschliche Leber befallen.

  • Wissenschaftler haben in Spanien zwei Schneckenarten aus Asien und Südamerika entdeckt.
  • Die können nicht nur Tiere, sondern auch den Menschen gefährden.
  • Oben im Video: Experte warnt vor Grippe-Mutation – wenn sie kommt, könnten 300 Millionen Menschen sterben. 

Eigentlich leben sie in China, der Mongolei, Südostasien bzw. in der Karibik und Südamerika. Doch jetzt haben Wissenschaftler die Schlammschnecke Austropeplea viridis und die Leberegelschnecke Galba cubensis auch in Spanien entdeckt.

Die Weichtiere sind nicht nur schädlich für Reispflanzen, sondern können auch Krankheiten übertragen, die auch Menschen gefährden können.

Sie sind Zwischenwirte für Fasziolose, eine Infektion von der auf der Welt rund 2,5 Millionen Menschen betroffen sind, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilt. 

Mehr zum Thema:Krankheit X” könnte 30 Millionen Menschen töten, warnt die WHO

Dieser Befall mit dem Großen Leberegel befällt eigentlich vor allem Wiederkäuer wie Rinder und Schafe. Aber über rohe Nahrungsmittel – zum Beispiel Salat oder Gemüse – kann die Infektion auch auf die menschliche Leber übertragen werden und die Gallengänge befallen.

Wissenschaftler fürchten eine Ausbreitung in Europa

Das spanische Ebro-Delta, wo die Schnecken entdeckt wurden, sind eine Art “Hotspot für Weichtierinvasionen”.

“Wir gehen davon aus, dass die in den spanischen Reisfeldern gesammelten Schnecken aus den nahegelegenen Aquakulturen stammen und sich dort ausgebreitet haben”, sagte Katrin Schniebs, Wissenschaftlerin von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden, die die Weichtiere untersucht.

Grundsätzlich ist Fasziolose bei Menschen in Europa sehr selten, weil die meisten Nahrungsmittel aus kontrolliertem Anbau stammen. Allerdings fürchten die Wissenschaftler, dass sich der Erreger in Europa ausbreiten könnte. Das hieße auch, dass die Tiere in Deutschland auftauchen könnten.

(jg)