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04/08/2018 09:54 CEST | Aktualisiert 04/08/2018 11:16 CEST

Elbe: Gefahr für Menschen – Hitzewelle enthüllt Bedrohung aus 2. Weltkrieg

Die Polizei fand mehrere Granaten, Minen und andere Sprengkörper.

  • Durch die andauernde Trockenheit ist der Wasserspiegel der Elbe stark gesunken.
  • Dadurch wurden Munitionen und Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. 
  • Oben im Video seht ihr, wie es mit der Hitzewelle in den kommenden Tagen weitergeht. 

Die andauernde Hitzewelle sorgt für eine extreme Trockenheit in der ganzen Republik. Der Wasserspiegel der Gewässer sinkt – der Elbpegel hat derzeit einen historischen Tiefstand erreicht.

Und genau das kann für Menschen und Tiere gefährlich werden. Der Grund: Wie das Technische Polizeiamt berichtet, habe der niedrige Elbpegel in Sachsen-Anhalt an fünf Stellen Granaten, Minen und andere Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg zum Vorschein gebracht.

Das Polizeiverwaltungsamt in Sachsen habe auch mehrere Munitionsfunde gemacht.

“Das ist verboten und gefährlich”

Grit Merker, Sprecherin des Technischen Polizeiamtes, sagte “Spiegel Online”, dass in den meisten Fällen Spaziergänger die Munitionen finden würden. Für gewöhnlich an Stellen, die bei einem normalen Pegelstand mit Wasser bedeckt sind. Spaziergänger und Hundehalter sollten daher wachsam sein.

Einige Menschen würden auch gezielt nach alten Sprengkörper suchen, so Merker.

”Das ist verboten und gefährlich.” Die Funde sollen unter keinen Umständen angefasst werden, da sie noch explosiv sein könnten. Stattdessen sollen die Behörden informiert werden.

Sie sagte:

“Sedimente könnten sich auf den Sprengkörpern ablagern und eine Kruste bilden, die das gefährliche Innere verbergen.”

Die Metallhülle darunter sei oftmals bereits schon durchgerostet. Daher sei Fundmunition nach vielen Jahren noch immer gefährlich. 

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(nmi)