POLITIK
02/08/2018 13:32 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 15:20 CEST

Gauland fordert Ausschluss von AfD-Politiker nach umstrittenen Facebook-Post

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NurPhoto via Getty Images
AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland

► Nach einem umstrittenen Facebook-Beitrag des niedersächsischen Landeschefs der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) hat Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland den Ausschluss des Politikers gefordert. 

► Lars Steinke hatte in einem Beitrag Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg als “Verräter” bezeichnet. Darüber berichtete die “Welt”.

► Gauland nannte die Äußerung “bodenloser Schwachsinn”, wie ein Sprecher ihn bei Twitter zitierte. “Stauffenberg ist ein Held der deutschen Geschichte.”

Was ihr noch über Steinke wissen müsst: 

Der Facebook-Beitrag war nicht öffentlich einsehbar, die “Welt” erst machte ihn publik. Der Post löste in der AfD selbst harsche Kritik aus. 

Die niedersächsische AfD äußerte “Befremden” über Steinke: “Der Landesvorstand stellt hierzu klar, dass diese Meinung in all ihrer Absurdität weder die Meinung des Landesvorstandes der AfD-Niedersachsen widerspiegelt, noch die der AfD insgesamt.”

Auch der JA-Bundesvorstand distanzierte sich. “Der Text Lars Steinkes widerspricht eklatant den Wertvorstellungen der Jungen Alternative für Deutschland”, erklärte JA-Bundeschef Damian Lohr in einer Mitteilung. Der JA-Vorstand werde mit dem AfD-Vorstand über Konsequenzen beraten.

Was Steinke genau geschrieben hatte:

In dem Facebook-Beitrag heißt es laut “Welt”, das gescheiterte Attentat auf Hitler sei “der beschämende Versuch eines Feiglings” gewesen, “die eigene Haut vor dem kommenden Sieger zu retten”.

Am 20. Juli 1944 hatten Wehrmachtsoffiziere um Stauffenberg vergeblich versucht, Hitler mit einer Bombe zu töten und den Zweiten Weltkrieg zu beenden. Sie wurden hingerichtet. 

(sk)