ENTERTAINMENT
12/04/2018 14:34 CEST

"Wonder Woman"-Star Gal Gadot teilt bewegenden Post zum Holocaust-Gedenktag

Der Großvater der Schauspielerin verlor seine ganze Familie in Auschwitz.

  • Der israelischen Schauspielerin Gal Gadot gelang mit “Wonder Woman” der große Durchbruch
  • In einem Instagram-Post mahnt sie ihre 18 Millionen Follower, den Holocaust nicht zu vergessen

“Ich vermisse dich, Saba, und ich liebe dich”, beginnt Gal Gadot ihren jüngsten Instagram-Post. Er ist ihrem Großvater gewidmet, der vor einiger Zeit verstarb. 

Die ganze Nacht habe sie nach einem Foto von ihm auf ihrem Handy gesucht. Sie wollte es anlässlich des Jom haScho’a, dem jüdischen Gedenktag des Holocausts, mit ihren Followern teilen.

Mehr zum Thema: Die AfD will Fördergelder für NS-Gedenkstätte streichen

Gedenken an den verstorbenen Großvater 

Umso mehr habe sie sich gefreut, als ihre Pressesprecherin auf sie zugekommen sei und gesagt hätte, dass sie zufällig gerade ein Video der Schauspielerin und ihres Großvaters auf ihrem Handy entdeckt hätte.

 “Ich hatte es noch nie zuvor gesehen und musste sofort weinen”, schreibt Gadot in ihrem Post. 

Dem Text beigefügt ist ein kurzer Videoausschnitt, der Großvater und Enkelin in einem vertrauten Moment zeigt: Sie streich ihm mit beiden Händen über die Wangen, sieht ihn liebevoll an.

Das Video ist unterlegt mit Klavieranschlägen aus dem Lied “See you again” von Wiz Khalifa ein Song der für Gadots verstorbenen Leinwandkollegen Paul Walker geschrieben wurde und zur Hymne für alle wurde, die einen geliebten Menschen verloren haben.

Gadots Großvater überlebte den Holocaust als Einziger aus seiner Familie

Ihr Großvater war ein wichtiger Einfluss im Leben der jungen Frau, das wird in ihrem Post klar. “Er hatte soviel Humor und war immer für uns da”, schildert der “Wonder Woman”-Star die Beziehung auf Instagram. Und dass, obwohl er “durch die Hölle” gegangen sei.

► Gadots Familie ist jüdisch, heute leben sie in Israel. Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch war ihr Großvater in Europa zuhause. Er wurde von den Nazis nach Auschwitz deportiert, wo seine ganze Familie den Tod fand. Er allein überlebte.  

Nicht zuletzt verdeutlicht der Post der Schauspielerin: Auch wenn der Holocaust heute für manche zwar sehr weit weg zu sein scheinen mag, für andere ist er aber täglich noch präsent. 

Mehr zum Thema: AfD schließt Höcke nach Skandal-Rede in Dresden nicht aus der Partei aus

“An diesem Gedenktag erinnern wir uns nicht nur zurück”, schreibt Gadot. “Wir müssen uns auch bewusst machen, dass wir aufstehen müssen gegen Diskriminierung jeglicher Art. Egal wo auf der Welt sie geschieht.”

(cho)