NACHRICHTEN
15/03/2019 09:12 CET | Aktualisiert 15/03/2019 12:42 CET

#FridaysForFuture: Schüler in über 100 Ländern demonstrieren für Klimaschutz

Weltweit sind 2000 Kundgebungen und Schülerstreiks angekündigt.

Bereits seit Wochen gehen Schüler auf der ganzen Welt jeden Freitag für den Klimaschutz auf die Straße. Diesen Freitag soll die Protestbewegung “Fridays for Future” ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen: Jugendliche in mehr als 100 Ländern treten in den Klimastreik. 

Den Auftakt machten am Morgen Tausende Schüler in Neuseeland. Weltweit sind 2000 Kundgebungen und Schülerstreiks angekündigt, hierzulande rund 200.

Vorkämpferin der Bewegung ist die Schwedin Greta Thunberg. Seit August 2018 protestiert sie jeden Freitag vor dem Regierungssitz in Stockholm für mehr Klimaschutz. Schüler auf der ganzen Welt tun es ihr mittlerweile gleich.

Ihr Einsatz fürs Klima hat der 16-Jährigen nun eine Nominierung für den Friedensnobelpreis eingebracht. Politiker aus Norwegen und Schweden schlugen die junge Aktivistin vor.

Sie fühlt sich geehrt, wie sie auf Twitter mitteilte. “Wenn man die Reden der Politiker hört, spürt man, wie dringend es ist.”

Einige ihrer Mitstreiter demonstrierten am Mittwoch vor dem Europaparlament. Denn die Politiker könnten die Welle der Empörung, die durch die ganze Welt rauscht, nicht mehr ignorieren.

“Es ist uns ein wichtig, dass eine echte Debatte mit Klimaexperten in Gang kommt, da sie die Lösungen haben, die die Politiker fordern. Also anstatt nur zu reden, laden Sie Klimaexperten ein”, forderte die 17-jährige Belgierin und Mitorganisatorin der “Fridays for Future” Anuna De Wever in Straßburg wie der Fernsehsender Euronews berichtet.

Mehr als 12.000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützen in einer gemeinsamen Stellungnahme inzwischen die Schüler-Klimabewegung. ”Ärzte haben die Aufgabe, Leben zu schützen und auf Gesundheitsgefahren hinzuweisen. Die Klimakrise ist die größte Gesundheitsgefahr”, warnte Unterstützer Eckart von Hirschhausen, Arzt und Wissenschaftsjournalist am Dienstag in Berlin.

Die deutsche Umweltaktivistin Luisa Neubauer fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) derweil mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung und den Klimawandel. Die 22-jährige Studentin ist eine der deutschen Organisatorinnen der “Fridays for Future”-Bewegung.

“Dass Frau Merkel uns als Bewegung begrüßt, ist ja klimapolitisch irrelevant. Wir fordern, dass sie klimapolitische Maßnahmen einleitet. Das ist ihr Job.” Im Verkehr, der Landwirtschaft oder Infrastruktur seien weitreichende Veränderungen nötig. “Wir brauchen Menschen, die jetzt im Parlament sitzen und handeln”, sagte Neubauer der dpa.

Hier seht ihr erste Eindrücke der weltweiten Aktion am heutigen Freitag. 

Wellington, Neuseeland:

Hagen Hopkins via Getty Images
Demonstranten in Wellington. 

Mit Protestmärschen von mehreren Tausend Schülern in Neuseeland hat der weltweite Aktionstag bereits begonnen. In dem Pazifikstaat, der heute von einem Anschlag auf Moscheen erschüttert wurde, finden mehr als 30 Demonstrationen statt.

Eine Demonstration in Christchurch musste abgebrochen werden, als die Polizei wegen einer Attacke auf eine Moschee mit mindestens 40 Toten die Innenstadt abriegeln musste.  

Sydney, Australien:

SAEED KHAN via Getty Images
Demonstranten in Sydney. 

Vanuatu:

Auch in dem kleine Inselstaat im Pazifik streiken die Schüler. Der Staat hat einen der strengsten Plastikgesetze der Welt – hier könnt ihr eine Reportage über Vanuatu lesen. 

Hongkong, China: 

ANTHONY WALLACE via Getty Images

 Tokyo, Japan:

Göttingen, Deutschland:

Taiwan:

TVBS新聞網

Helsinki, Finnland:

Ostrava, Tschechien:

Bangkok, Thailand:

JEWEL SAMAD via Getty Images

Palermo, Italien:

Venedig, Italien:

Rom, Italien:

dpa

Bayonne, Frankreich:

Indien:

Neapel, Italien:

Brescia, Italien:

Kiel, Deutschland:

Neu-Delhi, Indien:

 

 

Berlin, Deutschland 

dpa

Köln, Deutschland

dpa

In Köln nahmen trotz regnerischen und kalten Wetters rund 10.000 Menschen an dem Protestzug teil.