POLITIK
04/04/2018 12:35 CEST | Aktualisiert 04/04/2018 18:31 CEST

"Einziges Recht der Frau ist der Stock": Arabische Welt diskutiert über diesen Satz

“Ich bemitleide die Person, die diesen Hashtag ins Leben gerufen hat."

serts via Getty Images
Arabische Frauen lassen die entwürdigende Botschaft nicht auf sich sitzen.
  • Ein extrem frauenverachtender Hashtag überflutet derzeit das Internet in der arabischen Welt 
  • Jetzt schlagen arabische Frauen auf Twitter zurück

Es klingt wie ein Tipp aus einem steinzeitlichen Beziehungsratgeber: “Das einzige Recht einer Frau ist der Stock”. Doch dieser Satz macht momentan über das Internet in der arabischen Welt die Runde

Auf Twitter wurde der Hashtag ins Leben gerufen und bereits viele Male geteilt. 

“Und das einzige Recht eines Mannes ist eine Schelle mitten ins Gesicht”

Doch arabische Frauen lassen diese entwürdigende Botschaft nicht auf sich sitzen. Auf Twitter schlagen sie jetzt zurück – und bekommen Unterstützung von Männern, die wissen, dass nur “ein Esel eine Frau beschimpfen würde”

“Frauen beschimpfen ist etwas, das nur ein Esel tun würde.”

“Ich bemitleide die Person, die diesen Hashtag ins Leben gerufen hat. Ist nicht deine Mutter eine Frau?”, schreibt ein Nutzer vor wenigen Tagen. 

“Und das einzige Recht eines Mannes ist eine Schelle mitten ins Gesicht”, entgegnet diese Nutzerin.

“Versuche diese Meditationsübungen”, rät ein anderer Nutzer dem Erfinder des Hashtags.

Allerdings ist nicht klar, wer den Hashtag ins Leben gerufen gehat. Am Sonntag begann er, in der arabischen Welt zu trenden. Deshalb machen sich einige Nutzer bei Twitter jetzt auf die Suche nach dem Urheber der schrecklichen Botschaft. 

“Ok, aber wer ist der Idiot mit diesen widerlichen Gedanken, der sich diesen Hashtag ausgedacht hat? Komm raus, ich will mit dir reden”, schreibt ein Nutzer. Und, so viel sei sicher, heißt es in den Antworten unter der Frage, dass es mehr als einen Tweet bräuchte, um den Hashtag zu einem der Trending-Tags bei Twitter zu machen. Unter den Trendig-Tags listet der Mikroblogging-Dienst die Themen auf, über die in einer bestimmten Region gerade am meisten diskutiert wird.

Immer mehr Menschen werden aufmerksam

Tausende Frauen und Männer äußern sich jetzt zu der verachtenden Botschaft.

Gut möglich, dass sich der frauenfeindliche Nutzer, der den Hashtag ins Leben gerufen hat, seinen nächsten Tweet besser überlegt.

(ks)