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01/08/2018 14:50 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 15:26 CEST

Orgasmus: 12 Frauen verraten, wie sie zum Höhepunkt kommen

“Wenn ich alleine bin, muss ich aufrecht sitzen – nur so komme ich zum Orgasmus."

  • Vielen Frauen fällt es schwer, beim Sex zum Orgasmus zu kommen.

  • 12 Frauen verraten euch, wie es bei ihnen am Besten klappt. 

  • Im Video oben klären Pornostars auf: In dieser Stellung bekommt ihr garantiert einen Orgasmus.

Die Zeit ist gekommen, dass Frauen endlich die Orgasmus-Lücke schließen. Studien zeigen, dass heterosexuelle Frauen statistisch seltener zum Orgasmus kommen, als andere Bevölkerungsgruppen – einschließlich lesbische Frauen.

Das könnte daran liegen, dass Partner in einer heterosexuellen Beziehung nicht so viel Wert auf die Befriedigung der Frau während dem Sex legen. 

Der seltene weibliche Orgasmus wäre nicht so selten und schwer erreichbar, wenn er genauso geschätzt werden würde, wie der des Mannes. Und, wenn Männer mehr Interesse daran hätten zu lernen, auf welche Weise Frauen sich selbst zum Höhepunkt bringen.

Klitorale Stimulation ist für die meisten ein muss

Für 36 Prozent der Frauen ist die klitorale Stimulation ein muss, nach einer Studie der Indiana University in Zusammenarbeit mit der Vereinigung OMGYes.

Da die Orgasmus-Lücke leider sehr real ist – und am 31. Juli der nationale Orgasmus-Tag war – haben wir Frauen gefragt, wie sie auf jeden Fall zum Orgasmus kommen, alleine oder mit ihrem Partner. Hier könnt ihr lesen, was sie zu sagen haben.

Einige Namen wurden verändert, um die Privatsphären der Frauen zu schützen.

“Für mich gibt es eine Sache, der ich am meisten vertraue: meine eigene Hand. Ich besitze einen wirklich tollen Rabbit-Vibrator, aber ich benutze eher meine Hand, wenn ich das Gefühl habe, es wirklich zu brauchen.

Das ist auch meine Lieblingsform des Orgasmus, wenn ich mit meinem Partner zusammen bin. Nachdem ich bemerkte, dass sexuelle Zufriedenheit meine Partner auch anmacht, begann ich mich während dem penetrativen Sex selbst mit einzubringen. 

Am einfachsten ist das für mich, wenn ich oben bin oder mein Partner hinter mir, aber ich schaffe es immer, egal wie.” ― Corinne Dodenhoff, Illustratorin

“Ich brauche immer direkte klitorale Stimulation für einen Orgasmus – egal ob es sich dabei um Oralsex von einem Partner handelt, vaginaler Sex kombiniert mit klitoraler Stimulation – zum Beispiel ich oben, Missionar, Doggy mit manueller Stimulation oder von einem Spielzeug, oder Masturbation mit klitoraler Stimulierung.

Wenn ich es mir selbst mache, bevorzuge ich einen Vibrator, mit oder ohne vaginaler Penetration, oder ich nehme meine Hand. Ich habe oft multiple Orgasmen, aber eben nur mit klitoraler Stimulation.

Pornos können da auch helfen, ist aber kein muss. Vaginale Penetration kann die Orgasmen intensiver machen, aber ich kam bisher noch nie in die Nähe eines Orgasmus durch vaginale oder anale Penetration. 

Mein Wunschzettel? Ich würde gerne mal eine Sybian-Sex-Maschine ausprobieren, aber die sind sehr teuer!” ― Jessica Mehta, Autorin von ”The Wrong Kind of Indian”

“Wenn ich alleine bin, muss ich aufrecht sitzen – angelehnt an einen Haufen Kissen, eine Wand oder an einem Sofa – nur so komme ich zum Orgasmus.

Wenn ich liege, versteckt sich meine Klitoris zu sehr unter meiner Klitorisvorhaut und ich kann sie nicht genug stimulieren.

Aber wenn ich sitze, liegt sie freier und ich kann sie einfacher mit meinem Vibrator direkt stimulieren. Außerdem brauche ich eine bestimmte Form der Vibration – eine dröhnende mit einem starken Motor.

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Erst neulich habe ich diese persönliche Information mit einer Freundin von mir geteilt. Sie war total verblüfft das zu hören und ist jetzt positiv gestimmt, was ihre eigene Orgasmusfähigkeit betrifft. Sie kam bisher nicht auf die Idee, bei der klitoralen Stimulation zu sitzen!” ― Jennifer Gunsaullus, Soziologin und Beziehungs- und Intimcoach

“Mein Hilfsmittel, wenn ich alleine zum Orgasmus kommen will, oder mit einem Partner, ist ein erotischer Gedanke oder eine Fantasie. Körperliche Stimulation bringt mich nicht zum Orgasmus, wenn ich nicht mein größtes Sex-Organ stimuliere – meinen Geist.

Es braucht Übung, sich mit seinen sexuellen Gedanken in Einklang zu bringen, und für Erregung braucht es mehr, als nur Genitalien. Für Solo-Vergnügen oder Spaß mit dem Partner empfehle ich Dirty-Talk, Sexting, Fantasien teilen und Erotikromane lesen – oder sogar selbst schreiben!

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Ich habe gelernt, dass man darauf achten muss, welche Wörter oder Szenen dich heiß, kribbelig und aufgeregt machen. Diese Fantasien werden dein eigenes gedankliches Gleitmittel und du kannst jeder Zeit darauf zugreifen, um erregt zu werden – alleine oder mit einem Partner.” ― Luna Matatas, Vergnügungsexpertin und Burlesque-Tänzerin

“Wenn ich wirklich zum Orgasmus kommen will, setze ich mich breitbeinig auf meinen Freund, reibe mich an ihm und bringe ihn dazu ruhig zu liegen. Wenn ich kurz davor bin zu kommen, bin ich einfach nur gegen ihn gedrückt, Brust an Brust, mit all meinen Sinnen und spüre dann die Liebe, die ich für ihn empfinde – das bringt mich zum Orgasmus.

Wenn ich länger brauche, stelle ich mir schmutzige Dinge vor – zum Beispiel, dass ich eine Prostituierte bin und es mein Job ist, ihn dazu zu bringen, zu kommen, oder wie schmutzig es ist, zu vögeln.

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Wenn das auch nicht hilft, muss er seinen Mund auf meine Brust legen und hart saugen. Oder ich liege auf meinem Bauch und lasse ihn meinen Hintern versohlen, mich fingern oder er muss mir androhen, dass er meinen Hintern penetriert, während ich masturbiere.

Nach dem ersten klitoralen Orgasmus, lasse ich ihn mich von hinten nehmen oder von vorne in einer perfekten Stellung, wenn ich noch mal kommen möchte.” ― Lisa

“Mein Weg zum Orgasmus hat sich in meinem Leben sehr oft verändert. Früher kam ich durch pure klitorale Stimulation zum Orgasmus, ohne etwas in meiner Vagina zu haben.

Später ging es nur um eine Kombination aus guten, starken Fingern, die in mich gedrückt werden und gegen meinen G-Punkt drückten, zusammen mit meinem Vibrator auf meiner Klitoris.

Heute dreht sich alles um meinen Muttermund – das bedeutet, ich brauche tiefe, wiederholende Stöße in Kombination mit meinem Vibrator auf meiner Klitoris.

Das bringt mich momentan dazu immer und immer wieder zu explodieren. Meine Klitoris muss immer involviert sein, selbst wenn ich einen G-Punkt- oder Muttermundorgasmus habe.

Ich war schon immer damit gesegnet, multiple Orgasmen zu haben und habe auch schon vielen Frauen geholfen, zu lernen, wie sie es auch schaffen können.” ― Celeste Hirschman, Sex- und Intimcoach aus San Francisco

Wenn ich in der Vergangenheit einen Mann attraktiv fand und er oral sehr talentiert war, war die Mission erfolgreich! Doch heute brauche ich eine viel engagiertere und bedeutendere Dynamik, um an diesen Punkt zu kommen.

Meine Orgasmen werden von emotionaler Verbindung und Vertrauen gestärkt. Sobald das vorhanden ist, liebe ich kreative Dinge, wie Necken und Verweigerung, talentierte Finger, den Mund und Dirty-Talk, als einfach nur Sex.

Sexy Telefonate während der Pause oder wenn er mir zusieht, wie ich mein Hitachi-Toy benutze und sich neben mir selbst befriedigt – das ist die Inspiration, die ich brauche.” ― Hudsy Hawn, Kink-Coach, professionelle Domina und Autorin

“Meistens komme ich durch die Erregung meiner Klitoris – durch die Finger oder den Mund meines Partners. Ich bin ein geselliger Mensch. Während dem Sex, meditiere ich über, wie ich es nenne, meine “orgasmischen Gesetze der Anziehung”.

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Ich befreie mein Gehirn von allem, bis auf die Aufregung und Vorfreude auf den Orgasmus – mein Mantra: “Ich werde kommen. Ich werde kommen...”, bis ich tatsächlich komme.” ― Caytha Jentis, Autorin von “The Other F Word”

“Ich benutze meinen Hitachi Magic Wand. Viele Frauen, die es schwer haben zum Orgasmus zu kommen, brauchen meistens nur eine höhere Frequenz, Vibration oder Druck – und da kommt der Hitachi wirklich gut davon.

Ein Großteil der Vibratoren bieten nicht die Intensität, die es braucht, um zum Orgasmus zu kommen. Holt euch auf jeden Fall den Hitachi mit Kabel, nicht den mit Batterien, denn der hat auch keine starke Vibration.” ―Mistress Georgia Payne, Domina aus Los Angeles und Autorin von ”How to Be A Dominant Diva”

“Beim Oralsex brauche ich zwei Finger in meiner Vagina, die nach oben drücken und sich nicht bewegen, und die Zunge des Mannes an meiner Klitoris. Er muss von unten anfangen und auf und ab lecken, damit sie direkt auf der Klitoris ist und nicht auf der Vorhaut. Wenn er mich nur fingert, brauche ich zwei Finger, die um die Vorhaut kreisen, gegen den Uhrzeigersinn, damit diese dann meine Klitoris stimuliert.

Wenn wir Sex haben, mache ich diese Fingerbewegung bei mir selbst oder halte mir einen Vibrator über die Klitorisvorhaut.

Mein Rat für Menschen, die mehr Orgasmen mit ihrem Partner haben wollen: Seid spezifisch. Die Bildung deines Partners kommt wahrscheinlich von irgendwelchen vagen Artikeln, die Ratschläge wie ‘schaffe eine romantische Stimmung’ und ‘seid experimentierfreudig’ enthalten.

Sagt ihnen genau, welche Bewegungen und welche Stellungen sich am Besten anfühlen. Zeigt ihnen, was ihr macht, wenn ihr alleine seid.” ―Suzannah Weiss, Sex- und Beziehungsautorin

“Für mich ist der einfachste Weg zu kommen, die kleinsten Gefühle der Lust als Mini-Orgasmus zu sehen. Ich glaube, dass orgastische Gefühle in unserer Natur liegen. Es ist kein Ort, den wir erreichen müssen, eher das Gegenteil – wir müssen die Blockaden entfernen, die uns davon abhalten, in diesem natürlichen Zustand zu sein.

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Tief einatmen, gepaart mit einem langen Ton des Ausatmens, tiefe Entspannung, in die Lust und das Vergnügen einzutauchen und dem Körper erlauben, sich auf eine sanfte, natürliche Weise zu bewegen – das sind alles Wege zu einem Orgasmus.” ―Sofia Sundari, Tantra-Lehrerin 

“Ich habe einen schnurlosen Magic Wand Vibrator in einer Schublade direkt unter meinem Bett. Das erste, was ich am Morgen mache, ist nach ihm zu greifen. Ich benutze ihn, bevor ich schlafen gehe und über den Tag hinweg, wenn ich das Verlangen danach habe.

Dadurch benutze ich meinen Vibrator etwa zwei bis drei Mal am Tag. Das war so eine gute Investition! Normalerweise denke ich an versaute Dinge oder gucke ein paar Pornos. Es braucht in etwa nur fünf Minuten, um den Job zu erledigen!” – Kendra Holliday, Sexualpädagogin in St. Louis, Missouri

 

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der HuffPost USA und wurde von Martina Zink aus dem Englischen übersetzt und angepasst.

(nc)