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09/06/2018 17:07 CEST | Aktualisiert 09/06/2018 17:12 CEST

Frau entspannt im Garten – als sie Piksen spürt, fängt ein Albtraum an

Auch heute, drei Jahre später, ist sie auf Hilfe angewiesen.

  • Eine 43-Jährige hat beim Entspannen im Garten einen Stich im Nacken gespürt und war daraufhin gelähmt.
  • Weil die Ärzte zunächst eine Fehldiagnose stellten, ist die Frau auch nach drei Jahre später nicht gesund.
  • Oben im Video: Hunderte Menschen sterben in Deutschland an dieser Krankheit, weil Ärzte die Symptome falsch deuten.

Es war Juni 2015, als die dreifache Mutter Rachel Foulkes-Davies aus Wales einen entspannten Nachmittag im Garten verbringen wollte. Doch ein Piksen im Nacken trübte den Tag und bestimmt nun seit drei Jahren ihr Leben.

Wie die britische Zeitung “Sun” schreibt, hat Foulkes-Davies’ Albtraum drei Tage nach dem Piksen begonnen: Ihre Lippen schwollen an und eine ihrer Gesichtshälften wurde taub. Die 43-Jährige suchte einen Arzt auf. 

Der Mediziner diagnostizierte eine Bell-Lähmung, eine einseitige Gesichtslähmung, die aufgrund einer Entzündung entsteht. Doch das war eine fatale Fehldiagnose. 

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Ärzte wussten ihr nicht zu helfen

In den nächsten sieben Monate verschlechterte sich ihr gesundheitlicher Zustand. Sie musste eine Augenklappe tragen und verlor ihre Fähigkeit zu sprechen. 

Foulkes-Davies konsultierte verschiedene Ärzte, doch auch nach vielen Monaten konnte ihr niemand helfen. 

Sie sagte der Zeitung:

“Es ist, als hätte man den schlimmsten Kater der Welt, weil man sich nur hinlegen möchte. Mein Gesicht hängt immer noch herunter, (...) ich bin ständig müde und ich habe keine Energie, um selbst einfache Dinge zu erledigen.”

Die 43-Jährige musste ihren Job kündigen und braucht rund um die Uhr Betreuung. Um ihre drei Kinder kann sie sich auch nicht mehr kümmern. 

Wie die Zeitung schreibt, konnte Foulkes-Davies über zwei Jahre lang nicht sprechen. “Ich lebte nur von Suppen und Eintöpfen und musste sie durch einen Strohhalm zu mir nehmen”, erzählt sie weiter.

“Ich konnte zwei Jahre lang nicht sprechen”

Die 43-Jährige nimmt die Sache schließlich selbst in die Hand und unterzieht sich einer bioenergetische Analyse, die sie selbst finanzieren muss.

Es folgt die erschreckende Diagnose: Lyme-Borreliose. 

 

Was ist Lyme-Borreliose?

Lyme-Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich durch einen Zeckenbiss ausgelöst wird.

Die Infektion kann verschiedenen Organe in verschiedenen Ausprägungen betreffen. Die Krankheit greift vor allem das Nervensystem, die Haut und die Gelenke an.

Die Symptome der Krankheit sind mit denen einer Grippe zu vergleichen. Betroffene leiden unter anderem an Nerven- und Gelenkschmerzen und Erschöpfungszuständen.

Ein weiteres typisches Symptom ist die ringförmige Rötung um den Zeckenbiss herum.

 

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Das Vertrauen in Ärzte in verloren

Heute, drei Jahre nach dem Biss, geht es der 43-Jährigen nur bedingt besser.In ihren eigenen Garten traut sich die 43-Jährige noch immer nicht. 

Foulkes-Davies kann noch immer nicht glauben, dass die Ärzte nicht fähig dazu waren, die richtige Diagnose zu stellen. Sie hat ihr Vertrauen in die Mediziner verloren.

(sk)