ELTERN
16/11/2018 14:26 CET

Frau teilt Bilder ihres toten Babys – um andere Mütter zu warnen

"Ich habe gewusst, dass etwas nicht stimmte, aber wurde nicht gehört."

  • Eine Australierin musste ihren Sohn tot zur Welt bringen – Grund war offenbar ein Fehler der Ärzte.
  • Mit bewegenden Bildern will sie jetzt andere Mütter warnen. 

Es ist der Albtraum einer jeden werdenden Mutter: Das Baby kommt krank oder sogar tot zu Welt. Diese schreckliche Erfahrung musste die 21-jährige Kristy Watson aus dem australischen Victoria machen. 

Wie “Daily Mail” schreibt, habe sie sich nach drei Fehlgeburten riesig auf die Geburt ihres Sohnes Kaycen gefreut. 

► Doch als es soweit war, der Schock: Der Kleine kam tot zur Welt  – Grund war wohl eine Schwangerschaftsvergiftung, die seine Mutter in Lebensgefahr brachte.  

“Ich fühlte mich dumm”

“Ich fuhr ins Krankenhaus an diesem Morgen, nur, um zwei Stunden später herauszufinden, dass er schon tot war”, sagt Watson zu Daily Mail. Dass es soweit kommen konnte, lag offenbar unter anderem an einem Fehler der Ärzte.

“Ab der 26 Woche wusste ich, dass etwas falsch war”, erzählt Watson dem Magazin. “Ich hatte unglaublich geschwollene Füße und Hände, Kopfschmerzen und Sehstörungen. Mein Blutdruck ist dauernd hoch und runter gegangen. Ich wusste, das können keine normalen Schwangerschaftssymptome sein.”

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Nach zahlreichen Arztbesuchen sei sie jedoch abgewiesen worden. Die Meinung des Arztes: Das sei völlig normal. 

“Ich fühlte mich dumm”, sagt Watson. “Ich glaube, sie dachten, ich sei nur eine Frau, die sich über ihre Schwangerschaft beschwert. Aber tatsächlich stimmte etwas nicht.” 

Wenige Tage später habe Watson ihren toten Sohn im Arm gehalten. Kurz darauf habe sie selbst um ihr Überleben kämpfen müssen.

Schwangerschaftsvergiftung:

  • Eine Schwangerschaftsvergiftung, oder Präeklampsie, birgt, wenn nicht frühzeitig erkannt, ein großes Risiko für Mutter und Kind.  
  • Die Ursachen für eine Schwangerschaftsvergiftung sind laut der Nachrichtenseite “T-Online” nicht eindeutig geklärt. Vermutet werde, dass sie durch die Überbelastung des mütterlichen Organismus aufgrund der Schwangerschaft bedingt wird. 

 “Ich musste nach Hause gehen – zu einem leeren Kinderbett”

Watson teilte ihre Geschichte und die wenigen Erinnerungen, die sie an ihren Sohn hat, auf Facebook. 

Ihr Anliegen: “Ich möchte, dass die Menschen meine Geschichte kennen, damit sie Antworten fordern, wenn sie das Gefühl haben, etwas stimme nicht.”

“Ich musste nach Hause gehen – zu einem Kinderzimmer voller Dinge, die ich gebrauch hätte, um für meinen Sohn zu sorgen, zu einem leeren Kinderbett, zu Büchern, die ich ihm nie vorlesen werde, zu Babykleidung, die ich ihm niemals anziehen kann. Nur, weil ich nicht gehört wurde”, sagt Watson zu Daily Mail. 

► Ihre Bilder sind rührend, aber furchtbar traurig. 

Die Facebook-Gemeinde steht jedoch hinter ihr. “Ich kann mir nicht vorstellen, was du gerade durchstehen musst, aber du hast so viele dich liebende Menschen um dich, die dir beistehen”, schreibt eine Nutzerin unter ihr Bild. 

“Meine Gedanken sind bei euch – so ein hübsches Bild von euch beiden”, kommentiert ein anderer User. 

Auch wenn es unfassbar traurig ist: Watsons Geschichte beweist einmal mehr, dass der Mutterinstinkt manchmal verlässlicher ist also so mancher ärztlicher Rat. 

(ak)