LIFE
22/07/2018 11:13 CEST | Aktualisiert 23/07/2018 08:05 CEST

Britin schneidet sich beim Rasieren – Monate später verliert sie ihr Bein

"Der Schmerz war einfach nur die Hölle."

  • Eine Britin hatte sich beim Rasieren geschnitten.
  • Monate später hatte sich die Wunde so schlimm infiziert, dass Ärzte ihr Bein amputieren mussten.
  • Im Video oben seht ihr eine andere Geschichte: Amputation wegen Bakterieninfektion – US-Model verliert nun auch zweites Bein.

Tatyana Czernozukow aus dem englischen Nottingham rasierte sich im Jahr 2014 die Beine, wie sie es seit Jahren getan hatte. Dass sich die heute 43-Jährige dabei an einer Stelle ein wenig schnitt, kümmerte sie zunächst nicht weiter.

► Nach ein paar Tagen bildete sich Schorf auf der Wunde. Auch das erschien der ihr wie ein normaler Heilungsprozess.

Doch sechs Monate später war der Schnitt noch immer nicht richtig verheilt, die Größe der Wunde hatte sich verdreifacht und glich einem riesigen Loch.

“Es war grün und schwarz von meinem Knöchel bis zum Knie. Der Schmerz war einfach nur die Hölle”, sagte sie der britischen Nachrichtenagentur SWNS.

Medikamente, Salben, Maden – nichts konnte das Bein retten

1,5 Jahre lang versuchten Ärzte, die Infektion zu behandeln. Doch nichts half: Weder Salben, noch Medikamente. 

Sogar spezielle Maden, die die infizierten Teile des Beins fressen sollten, kamen zum Einsatz. Vergeblich.

Mehr zum Thema: Unterschätzte Gefahr: Warum ihr niemals den Rasierer eures Freundes benutzen solltet

Irgendwann diagnostizierten die Mediziner Diabetes. Die Zuckererkrankung hatte die Ausbreitung der Infektion vorangetrieben.

Außerdem hatte Czernozukow ein Geschwür, das sich zu einer Gewebebsnekrose entwickelt hatte – die sorgt dafür, dass das Gewebe langsam verwest und zerfällt. 

“Nehmt es weg!”

Die Schmerzen waren für die Britin inzwischen trotz massiver Schmerzmittel nicht mehr zu ertragen. Es habe sich angefühlt, als würde sie ständig von Tausenden Nadeln gestochen werden.

Also entschied sie sich im April 2016 dazu, ihr Bein amputieren zu lassen. Ein angsteinflößender wie beeindruckender Schritt.

Sie habe den Ärzten gesagt: “Nehmt es ab, ich will, dass es weg ist.”

Erst fünf Monate nach der erfolgreichen Amputation konnte Czernozukow das Krankenhaus schließlich verlassen – und musste lernen, ihren Alltag mit nur einem Bein zu bewältigen.

Heute sagt die 43-Jährige: “Ich bin stolz auf mich selbst, wie ich das geschafft habe, ich komme alleine zurecht. Ich rocke das Leben auch mit einem Bein.”

(ujo)