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06/09/2018 18:10 CEST | Aktualisiert 07/09/2018 12:21 CEST

Frau droht der Tod: Deshalb schläft sie seit 36 Jahren in dieser Maschine

Das Gerät bewegt die Lungen der 82-Jährigen, damit sie atmen kann.

  • Eine 82-jährige Frau schläft seit 36 Jahren in einem Beatmungsgerät.
  • Die Maschine bedeckt dabei ihren ganzen Körper und sorgt dafür, dass ihre Lungen atmen können.
  • Oben im Video seht ihr das fast zwei Meter lange Gerät.

Die 82-jährige Mona Randolph aus Kansas City aus dem US-Bundesstaat Missouri ist eine der letzten Menschen, die auf eine sogenannte Eiserne Lunge angewiesen ist.

Seit 36 Jahren schläft sie in dem klinischen Gerät, das eine maschinelle Beatmung ermöglicht. Würde Randolph nicht darin schlafen, würde sie sterben.

Das berichtete die Zeitung “The Kansas City Star”.

Randolph war gerade mal 20 Jahre alt, als bei ihr die Infektionskrankheit spinale Kinderlähmung diagnostiziert wurde. Zu der damaligen Zeit war eine Impfung gegen die Krankheit noch nicht möglich.

“Ich hatte das Gefühl, als hätte ich die schlimmste Erkältung der Welt. Am dritten Tag konnte ich nicht mehr richtig atmen oder laufen”, sagt die 82-Jährige der Zeitung.

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Die Ärzte steckten die damals 20-Jährige daraufhin zum ersten Mal in die Eiserne Lunge. 

Mit 20 Jahren nutze sie bereits die Maschine

► Dabei liegen Patienten bis zum Hals im Inneren des Gerätes – nur der Kopf ragt heraus. Am Hals schließt das Gerät luftdicht ab und erzeugt damit einen Unterdruck.

► Durch den Umgebungsdruck wird Außenluft durch die Nase und den Mund in die Lungen des Patienten gedrückt. Die Ausatmung wird durch den Aufbau des Überdrucks in der Maschine erzeugt.

► 20 Jahre später bekam Randolph wieder Atemprobleme. Ärzte diagnostizierten das Post-Polio-Syndrom, ein Zustand, der durch eine Schwächung der Muskeln gekennzeichnet ist. Das Syndrom kann sich Jahre nach der spinalen Kinderlähmung entwickeln.

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Die Maschine wird heute nicht mehr hergestellt

Da ihr das Atmen schwer falle, entschied sie sich, wieder die Eiserne Lunge zu  nutzen, erzählt Randolph. Seit 36 Jahren verbringt die Frau ihre Nächte in dem fast zwei Meter langem Beatmungsgerät.

“Zu Beginn war es sehr schwer für mich, weil ich schon immer ein sehr unabhängiger Mensch war. Zu lernen, dass man auf etwas angewiesen ist, ist hart”, sagte Randolph. 

Wie der Sender “KSHB- 41 Action News” schrieb, lebe Randolph in ständiger Angst um die Maschine. Denn: Die Geräte und auch Ersatzteile für das Gerät werden nicht mehr hergestellt. 

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(nmi)