LIFESTYLE
23/04/2018 07:33 CEST | Aktualisiert 23/04/2018 13:09 CEST

Frau reserviert Tisch im Restaurant und kommt nicht: Besitzer reagiert widerlich

"Egoistische Kuh!"

  • Ein britisches Lokal hat mit einem Tweet für viel Aufregung gesorgt
  • Der Besitzer stellte eine Frau, die trotz Reservierung nicht aufgetaucht war, an den Online-Pranger
  • Im Video oben eine andere Geschichte: Restaurant bekam schlechte Bewertung – dann stellte der Besitzer ein Schild auf

Professionell und souverän geht anders: Ein Restaurantbesitzer im walisischen Cardiff hat mit einer geschmacklosen Racheaktion reagiert, als eine Frau, die einen Tisch reserviert hatte, nicht auftauchte.

Die Britin Emily Quinlan hatte den Tisch im Bully’s Restaurant am Wochenende reserviert, war aber nach eigener Aussage wegen eines Notfalls nicht aufgetaucht, berichten britische Boulevardmedien.

Twitter
Der Tweet, den das Restaurant absetzte.

Der Besitzer des Restaurants war offenbar so wütend, dass er nicht nur den Namen, sondern auch die Kontaktinformationen und Handynummer des Gastes bei Twitter veröffentlichte, wo wohl über 8000 Menschen den Beitrag sahen.

Die Frau stand am öffentlichen Pranger. Und das nur, weil sie nicht zum Abendessen aufgetaucht war. 

Jetzt hat sie sich selbst an Medien gewandt – um auf die ihr wiederfahrende Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Dem “Irish Mirror” sagte sie so: “Ich verstehe, dass Menschen, die nicht auftauchen frustrierend sind, aber meine persönlichen Daten zu veröffentlichen, geht gar nicht. Für mich war das sehr stressig.”

Gast nimmt Entschuldigung nicht an

Wenig später entschuldigte sich das Restaurantmanagement. Allerdings nicht bei Quinlan persönlich, sondern bei seinen Twitter-Followern.

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So schrieb der Besitzer: “Entschuldigung für den Tweet letzte Nacht, Leute. Wir waren von Emotionen überkommen und dafür können wir uns nur reichlich entschuldigen. Bitte denkt daran, dass dies ein Familienunternehmen ist, das von Leidenschaft und einem starken Gemeinschaftsgeist geführt wird.”

Quinlan reagierte wenig verständnisvoll.

Sie antwortete: “Tut mir leid, aber bei wem entschuldigt Ihr Euch genau? Denn das bin sicherlich nicht ich. Das Mädchen, dessen persönliche Daten Ihr mit Euren 9.000 Anhängern geteilt habt. Wenn Ihr denkt, diese erbärmliche Entschuldigung wird genügen, liegt Ihr falsch.”

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“Egoistische Kuh”

Andere Nutzer finden die Aktion dagegen offenbar gerechtfertigt.

Ein Twitter-Nutzer schrieb so: “Der Typ hat sich entschuldigt. Er verliert Geld, weil die Menschen nicht anrufen, um zu kündigen.”

Ein anderer riet der Geschädigten: “Sag ab, so wie alle anderen auch. Dann passiert das auch nicht.”

Auch als “egoistische Kuh” musste sich die junge Britin beschimpfen lassen.

(mf)