LIFE
12/03/2019 15:03 CET

Frau raucht 7 Tage lang Cannabis und testet Auswirkung auf ihren Körper

"Ich habe die Kontrolle über meinen Körper verloren.“

Screenshot / RTL
Marlena Busch beim Experiment sieben Tage Cannabis zu rauchen.
  • Für “RTL Extra” testet eine Reporterin einen 7-tägigen Cannabis-Rausch.
  • Die Auswirkungen, die dieser nach dem Experiment auf ihren Körper hat, sind allerdings überraschend.

Täglich mehrfach Cannabis konsumieren, sieben Tage lang – “Extra”-Reporterin Marlena Busch macht ein Selbstexperiment. Und das, obwohl sie noch nie zuvor in ihrem Leben gekifft hat. Was macht die Droge mit unserer Gesundheit und wie gefährlich ist sie?

Bevor es für die Reporterin nach Amsterdam geht, muss sie sich einem Medizincheck unterziehen. Dieser bestätigt Top-Werte in Bezug auf Blut, Herz und Kreislauf. Das Experiment kann starten.

Reporterin unterschätzt Wirkung der Droge

Sofort geht es in einen Coffee Shop, wo Busch das erste Mal Cannabis konsumiert. Die Verkäuferin rät ihr zu einer milden Variante und sagt: “Nimm nur ein, zwei Züge, warte fünf Minuten und schaue wie es dir geht. Rauche nur weiter, wenn du dich gut fühlst.“ Zunächst passiert nichts.

Die Reporterin legt deshalb gleich nach – doch vergisst die Pausen zwischen den Zügen: “Oh nein, ich habe vergessen zu warten.“

Nur kurze Zeit später steigt ihr die Wirkung der Droge in den Kopf, sie kann nicht mehr aufhören zu lachen, keine klaren Gedanken mehr fassen:

“Mein ganzer Kopf glüht. Ich kann gar nicht mehr richtig sprechen.“ Ihr Kollege begleitet sie nach draußen an die frische Luft. “Ich habe mich noch nie so gefühlt. Ich habe die Kontrolle über meinen Körper verloren.“

Screenshot / RTL
Zwei Männer beim Konsum eines meterlangen Joint. 

Coffee-Shop-Betreiber schieben Verantwortung von sich

Der nächste Morgen. Er beginnt bereits mit dem ersten Joint für den Tag. “Merkwürdig benebelt“ geht es für die Reporterin in den Stadttrubel Amsterdams.

Sie sucht einen weiteren Coffee Shop auf, wo sich zehn Menschen gemeinsam berauschen – an einem mehrere Meter langen Joint. Auch Busch zieht ein paar Mal und ist sofort wieder high. Obwohl Cannabis legal in niederländischen Coffee Shops verkauft werden darf, bleibt es eine Grauzone. Denn die Niederlande verbieten den Einkauf von Gras.

Wie kommt die Droge also in die Shops? Darauf wollen die Betreiber keine richtige Antwort geben.

Screenshot / RTL
Nonnen in California haben Cannabis für sich als Heilmittel erkoren. 

Folgeschäden für das Gehirn sind schwer nachweisbar

Am Ende geht es für die “Extra“-Reporterin nach Kalifornien – auch dort wurde Cannabis vor einem Jahr legalisiert. Sie fährt dabei unter anderem ins Landesinnere zu Nonnen, die medizinisches Cannabis herstellen.

Hier erlebt Busch ihren zunächst letzten Rausch gemeinsam mit den Nonnen, die aus dem Gras ein Geschäft gemacht haben und die Droge heiligen.

Zugedröhnt schläft die Reporterin schließlich noch auf dem Heimweg im Auto ein.

Am Ende des Experiments gibt es für die Marlena Busch allerdings ein überraschendes Ergebnis:

Herz- und Blutwerte der Reporterin sind gleichgeblieben. Und auch ihr Kreislauf ist immer noch in einem sehr guten Zustand.

Doch die Folgeschäden, die Cannabis im Gehirn verursachen kann, können nicht sofort nachgewiesen werden. Deshalb darf die Droge nicht verharmlost werden. Die Reporterin ist froh, wieder Kontrolle über ihr Leben zu haben und versteht nicht, wie Menschen zugekifft ihren Alltag bewerkstelligen können.

(jr, nr)