POLITIK
28/11/2018 21:41 CET | Aktualisiert 29/11/2018 15:22 CET

Frau lehnt Job wegen ausländischen Chefs ab – der antwortet ihr mit Foto

Dinko Fejzuli kritisiert eine "unheilige Allianz von Regierung und einigen Medien, die gezielt mit Falschinformationen gegen Ausländer hetzen".

  • Eine Frau hatte sich bei Dinko Fejzuli um einen Job beworben.
  • Doch weil der “ausländischer Herkunft” sei, zog die Frau die Bewerbung zurück – Fejzuli antwortete ihr trotzdem.
  • Im Video oben: So alltäglich ist das Thema Rassismus in Deutschland.

Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte. Das dürfte sich Dinko Fejzuli gedacht haben, als er auf eine fremdenfeindliche E-Mail geantwortet hat.

Der 46-Jährige arbeitet als Chefredakteur für eine der größten Online-Wirtschaftsnachrichtenseiten Österreichs. Bei dem Medienunternehmen hatte sich eine Frau beworben. Doch die zog ihre Job-Bewerbung kurz darauf zurück.

“Mann ausländischer Herkunft”

Die Frau begründete ihren Schritt folgendermaßen:

“Ich wusste nicht, dass ein Mann ausländischer Herkunft die Chefredaktion eines österreichischen Mediums über hat (österreichisch, für etwas zuständig sein, Anm. d. Red.), sonst hätte ich mich bei Ihnen erst gar nicht beworben!” 

Fejzuli veröffentlichte die anonymisierte E-Mail um zu zeigen, “wie es sich konkret auf die Betroffenen auswirkt, wenn in einer unheiligen Allianz von Regierung und einigen Medien gezielt mit Falschinformationen gegen Ausländer gehetzt wird”. 

Seit Ende 2017 regiert in Österreich ein Koalition aus der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ. Gerade letztere Partei hat für einen merklichen Rechtsruck in der Politik und Gesellschaft des Alpenlandes gesorgt.

Fejzuli bemerkte zudem mit Verweis auf die E-Mail-Signatur der Frau, dass sie Grundschulkinder (in Österreich Volksschulkinder) unterrichte. 

Auf seinem Twitter-Account veröffentlichte Fejzuli auch seine Antwortmail. Der Inhalt: Ein Foto von ihm in Lederhosen.

(vw)