NACHRICHTEN
10/07/2018 22:24 CEST

Frau klagt über Kopfschmerzen – Fehldiagnose zerstört fast ihr Leben

“Es ist frustrierend, dass eine korrekte Diagnose so lange gedauert hat.”

  • Schon als Teenager klagte die heute 23-Jährige Chelsea Yeomans über Kopfschmerzen und Schwindel.
  • Ärzte sahen die Ursache in zu viel Stress – und übersahen dabei den ständig wachsenden Hirntumor.
  • Oben im Video: Dieser simple Atemtest kann Krebs im Frühstadium diagnostizieren – und so Millionen Leben retten.

Es war eine Fehldiagnose der Ärzte, die das Leben der Britin Chelsea Yeomans fast zerstört hätte. Mehrere Jahre lang klagte die heute 23-Jährige über Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit.

Immer wieder verschrieben ihr die Ärzte Kopfschmerztabletten und schickten sie wieder nach Hause. Bis ein Arzt eine Computertomografie von ihrem Gehirn machte und einen riesigen Tumor fand. Das berichtet die britische Zeitung “Mirror”.

Wie Yeomans der Zeitung erzählt, hätten ihre Beschwerden im Alter von 13 Jahren begonnen. Keiner der Ärzte hätte den damaligen Teenager ernst genommen.

► Die 23-Jährige berichtet, dass einer der Ärzte sogar gesagt haben soll, sie solle nicht so überreagieren. Schließlich sei es wegen dem sich verändernden Hormonhaushalt normal, dass man als Teenager Kopfschmerzen habe.

Die Britin suchte im Internet nach ihren Symptomen und erhielt die Diagnose Gehirntumor.

Mehr zum Thema:Mann verlor seine Frau an Krebs – auf ihrem Handy findet er ein Foto, das sie ihm verheimlicht hat 

Britin googelte ihre Symptome

Sie fand einen Neurologen, der eine Computertomografie ihres Gehirns machte und die Diagnose aus dem Internet bestätigte. 

Die 23-Jährige sagt: 

″Über fünfeinhalb Jahre hatte ich Kopfschmerzen. Es stellte sich heraus, dass es wirklich ein Gehirntumor ist.”

Brisant: Hätte der Neurologe die Diagnose nur zwei Wochen später gestellt, hätte der Tumor so stark auf Yeomans Rückenmarkt gedrückt, dass sie gelähmt worden wäre.

“Es ist frustrierend”

Mit 19 Jahren entfernten Ärzte schließlich 90 Prozent des Tumors. Die restlichen 10 Prozent ließen die Mediziner im Körper, da sie zu nah an Yeomans Kleinhirn liegen. Noch heute muss die junge Frau regelmäßig zu Untersuchungen.

Die Britin sagt: 

“Es ist frustrierend, dass eine korrekte Diagnose so lange gedauert hat.”

► Bisher hat sich nur einer der Ärzte für die Fehldiagnose entschuldigt. 

► Heute unterstützt die Britin die Kampagne der Organisation “The Brain Tumour Charity”, um auf Gehirntumorsymptome bei Kindern und Jugendlichen aufmerksam zu machen. 

Mehr zum Thema:Zehnjährige stirbt, weil Ärzte dreimal in 48 Stunden Fehldiagnose stellen