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24/05/2018 17:01 CEST

Frau kauft gebrauchtes Buch und findet eine Botschaft ihrer toten Mutter

“Es war nicht leicht, aber ich konnte es nicht mehr weglegen”

Gulfiya Mukhamatdinova via Getty Images
Im einem Buch, das ihrer Mutter gehörte, fand die junge Texanerin eine Botschaft. (Symbolbild) 
  • Eine junge Frau aus Texas hatte Bücher verkauft, die ihr ihre verstorbene Mutter hinterlassen hatte.
  • Doch bald bereute sie es und machte sich wieder auf die Suche nach den Büchern.

Die Mutter der US-Amerikanerin Sarah-Raspberry Epihany Farmer hat sich im Gefängnis das Leben genommen. Sie hinterließ ihrer 19 Jahre alten Tochter nicht viel, keinen Abschiedsbrief, dafür ein paar Bücher, die sie im Gefängnis gelesen hatte.

► Doch weil es die junge Frau nicht übers Herz brachte, sie zu lesen, verkaufte sie die Bücher. Das berichtet die texanische Zeitung “Dallas News”.

Doch nach einiger Zeit bereute sie die Entscheidung. Sie wollte wenigstens eines der Bücher wieder bekommen, um eine Erinnerung an ihre Mutter zu haben.

Zufällig fand die 19-Jährige eines der Bücher wieder

“Ich flehte meinen Verlobten tagelang an, in einen Buchladen zu gehen. Wir waren in Arlington und sahen Bücher zum halben Preis”, sagte sie “Dallas News”.

Und tatsächlich: In dem besagten Buchläden wurde die junge Frau fündig. Es gab noch genau ein Exemplar von dem Buch “Das Haus” von Mark Danielewski.

► Als die 19-Jährige das Buch in ihren Händen hielt, fing sie an zu weinen. An den Farbflecken und Knicken erkannte sie, dass es das Exemplar war, das ihrer Mutter gehört hatte.

Auch die Ladenbesitzerin war glücklich über den Fund: “Sie ist offensichtlich durch eine schwere Zeit gegangen. Man fragt sich, wie oft es verkauft wurde bis es zu uns gekommen ist, nachdem sie es weggegeben hat – das ist die Magie von Büchern”, sagte sie “Dallas News”.

Eine versteckte Botschaft?

Farmer begann, es zu lesen. “Es war nicht leicht, aber ich konnte es nicht mehr weglegen”, sagt sie.

Ihr Verlobter entdeckte dann eine Passage, die Farmers Mutter in dem Buch markiert hatte:

“Ich machte meinen Morgenspaziergang. Ich machte meinen Abendspaziergang. Ich aß etwas. Ich dachte an etwas. Ich schrieb etwas. Ich schlief und träumte auch etwas, und mit alldem habe ich immer noch nichts, denn all das zusammengefasst warst und bist immer du. Ich vermisse dich.”

Vielleicht verabschiedete sich die Mutter mit dem Markieren dieser Zeilen doch noch von ihrer Tochter. 

(ujo)