LIFESTYLE
02/06/2018 16:13 CEST

Frau geht auf öffentliches WC – als sie ein Piksen spürt, fängt das Drama erst an

“Es ist eine schreckliche Erfahrung."

  • Eine Britin hat sich in einer öffentlichen Toilette mit einer benutzten Nadel gestochen.
  • Auf die notwendige Behandlung musste sie Stunden warten.
  • Im Video oben: Zerstört die Leber – nur jeder vierte Deutsche mit Hepatitis B weiß von Krankheit.

Die 42-jährige Britin Sarah Eacott-Broun war mit ihrer Tochter und Ehemann Mark einkaufen, als sie eine öffentliche Toilette aufsuchte.

Nachdem sie ihre Hand in den Toilettenpapierhalter gesteckt hatte, spürte sie einen stechenden Schmerz in ihrem Finger. Als sie ihre Hand zurückzog, fiel eine gebrauchte, mit Blut gefüllte Nadel auf den Boden.

“Die Toilette sah ziemlich sauber aus, sonst hätte ich sie nicht benutzt. Man konnte nicht in die Halterung reinsehen, also steckte ich meine Hand hinein, um das Ende der Toilettenpapierrolle zu finden. Plötzlich spürte ich einen Stich und war schockiert, als eine Nadel auf den Boden fiel”, sagte Sarah der “Caters News Agency”.

Caters News

Zusammen mit ihrem Mann rief Sarah die Polizei, um die Nadel aus der öffentlichen Toilette entfernen zu lassen. Zwei Beamte kamen und entfernten die Nadel. Zusammen warteten sie dann zwei Stunden auf einen Krankenwagen, der allerdings nie ankam.

Die Beamten brachten schließlich die panische Mutter nach High Wycombe in ein Krankenhaus, wo sie eine Reihe von Tests absolvierte.

“Als ich endlich von einem Arzt behandelt wurde, war es fast Mitternacht”

Im Krankenhaus musste sie dann aber erfahren, dass keine Hepatitis-Impfungen vorrätig waren. Also ging die Odyssee weiter – 30 Minuten in das nächste Krankenhaus, um dort die wichtige Impfung zu bekommen.

Sarah sagte: “Als ich endlich von einem Arzt behandelt wurde, war es fast Mitternacht und sie sagten mir, dass man den Impfstoff innerhalb einer bestimmten Zeit brauchen würde.”

► Sie muss jetzt sechs Monate warten, bis sie das vollständige Ergebnis des Infektionstests erfährt und ob sie die Impfung noch rechtzeitig verabreicht bekommen hat.

Die Situation belastet Sarah schwer: “Es ist eine schreckliche Erfahrung. Ich wache nachts auf und denke darüber nach. Ich war immer sehr vorsichtig. Ich hab sogar bei Paracetamol zweimal darüber nachgedacht sie zu nehmen. Ich habe auch keine intime Beziehung mehr zu meinem Mann, nur für den Fall, dass ich mich infiziert habe.”

Caters News

Catherine Spalton vom Wycombe District Council sagte, die Toiletten seien an diesem Tag vier Mal von der Putzkolonne aufgesucht worden.

“Wir waren schockiert, als wir hörten, was mit Sarah passiert ist. Wir werden mit der Polizei besprechen, was genau passiert ist und ob etwas getan werden muss, um die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas wieder passiert, zu reduzieren.”

(jkl)