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10/12/2018 14:00 CET | Aktualisiert 10/12/2018 15:00 CET

"Fühle mich missbraucht": Frau denkt, sie hat Sex mit Freund – doch es ist anderer Mann

Sie zeigte ihn wegen Vergewaltigung an – doch er wurde freigesprochen.

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Die junge Frau fühlte sich missbraucht (Symbolbild).
  • Eine US-amerikanische Studentin dachte, sie hätte Sex mit ihrem Freund – doch es war ein anderer Mann.
  • Sie zeigte ihn an – doch er wurde freigesprochen.

Die Studentin Abigail Finney hatte nach einer Party im Studentenwohnheim der Purdue Universität in West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana Sex – wie sie glaubte, mit ihrem Freund. Doch dann stellte sie fest, dass sie Sex mit einem anderen Mann hatte, wie sie dem US-Nachrichtenportal “Buzzfeed” erzählte. 

“Ich dachte mir: ’Ich fühle mich missbraucht. Das fühlt sich falsch an’.”

Sie habe zunächst nicht gewusst, wie sie reagieren sollte, und ob sie den Bekannten anzeigen könnte. 

Die Studentin hatte Sex – aber nicht mit ihrem Freund

Der Vorfall ereignete sich bereits im Februar 2017. Finney erzählt, sie sei neben ihrem Freund in seinem Bett eingeschlafen. Ihre Kommilitonen hätten im gleichen Raum auf Matratzen geschlafen.

Am nächsten Morgen sei sie aufgewacht, als sie eine Hand an ihrer Brust spürte, dann in ihrem Schritt spürte. In der Annahme, die Hände gehörten ihrem Freund, habe sie sich darauf eingelassen.

Die beiden hätten dann etwa eine Minute lang Sex in der Löffelchen-Stellung gehabt. Dann, erzählt Finney, sei sie aufgestanden, um ins Bad zu gehen. 

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Als sie zurückkam, habe sie aber nicht ihren Freund im Bett liegen sehen – sondern einen gemeinsamen Freund des Pärchens. Die Studentin sagte:

“Ich war total verzweifelt und wusste nicht, was los war.”

Das Paar zeigte den Freund wegen Vergewaltigung an

Zunächst habe Finney alles für einen schlechten Scherz gehalten und sei zu ihrem Freund in ein anderes Zimmer gelaufen. Doch der wusste von nichts. Er habe zu ihr gesagt, dass er bereits drei Stunden zuvor das gemeinsame Bett verlassen hatte, um alleine zu schlafen.

Das Paar zeigte den gemeinsamen Freund wegen Vergewaltigung an. Nach fast einem Jahr Rechtsstreit fiel im vergangenen Oktober das Urteil. Der junge Mann wurde freigesprochen.

Juristisch gesehen hatte Finney nämlich dem Sex zugestimmt. Im US-Bundesstaat Indiana gibt es kein Gesetz, das verbietet, durch Betrug, Täuschung oder Identitätswechsel zum Sex zu verleiten, wie “Buzzfeed” berichtet.

Für Finney nimmt der Albtraum somit kein Ende. Die junge Frau sagte über den Gerichtsprozess:

“Ich war total sauer. Ich hatte das Gefühl, ein Jahr meines Lebens verschwendet zu haben, um alles zu verarbeiten. Alle alten Wunden wurden immer und immer wieder aufgerissen. Ich hatte das Gefühl, dass alles, was ich gemacht hatte, umsonst war.”

(ujo)