WIRTSCHAFT
27/06/2018 17:23 CEST | Aktualisiert 27/06/2018 17:41 CEST

Frau beschwert sich über Aldi-Kleidung – und deckt dreiste Masche auf

Aldi-Süd äußerte sich zu den Vorwürfen.

Ralph Orlowski via Getty Images
Auf Facebook beschwerte sich eine Kundin über einen Aldi-Süd-Prospekt.
  • Eine Kundin hat sich auf Facebook über ein aktuelles Angebot des Discounters Aldi beschwert.
  • Bei der angebotenen Ware handelte es sich um Restbestände, die nicht explizit vom Konzern als solche gekennzeichnet wurden.

Discounter wie Lidl oder Aldi sind mittlerweile dafür bekannt, auch Bekleidung in ihrem Sortiment zu haben.

Selbst Promis wie Jette Joop oder Heidi Klum entwarfen bereits Kleidung für die Konzerne.

Gerade wegen der Kleidung steht Aldi-Süd jetzt in der Kritik: Auf Facebook beschwert sich eine Kundin über ein aktuelles Prospekt des Discounters.

Die Kundin schreibt in dem sozialen Netzwerk, dass sie sich einen Tag frei genommen habe, um beim Angebot zuzuschlagen.

Doch sie sei enttäuscht worden, wie sie berichtet: “Ich bin auf schlecht sortiertes Sortiment aus Rückläufern getroffen, das ziemlich durchgekaut aussah und teilweise sogar Löcher aufwies.”

Es handelt sich um den “Rest der letzten Aktion”

“Ich bin schwer enttäuscht. Ihr solltet mal wieder mehr Geld in Qualität und günstige Preise stecken statt in alberne Fernsehwerbung”, fordert die Frau.

ALDI Süd antwortet prompt auf die Beschwerde der Frau: “Dass die Kleidung in so einem Zustand auslag, wundert uns sehr”, heißt es in der Antwort. 

Weiter schreibt der Konzern: „Es passiert immer wieder, dass von einem Aktionsartikel etwas übrig bleibt und wir dann eine Wiederbewerbung machen. Diese Produkte bewerben wir dann grundsätzlich weniger stark, weswegen wir auf die Auslobung im Prospekt verzichten.”

Was ziemlich verwundert ist, denn: Der Konzern wirbt den Restbestand an Kleidung dennoch in einem Prospekt und gibt zudem keinen Hinweis darauf, dass es sich um Reste handelt.

Das denkt sich offenbar auch eine andere, die die Kundin auf die Hinweise im Aldi-Prospekt aufmerksam macht. Diese geben allerdings lediglich darüber Informationen, dass nicht immer alle Größen im Markt verfügbar seien.

Aldi Süd äußert sich zu dem Vorfall

Auf Anfrage der HuffPost äußert sich der Discounter zu der Beschwerde:

“Um Platz für neue Ware zu schaffen, mussten wir die verbliebenen Damentextilien circa zwei Wochen nach Aktionsbeginn vorerst aus dem Verkauf nehmen. Die Ware wird nun zu einem angepassten Preis wieder angeboten. Dies ist ein handelsüblicher Vorgang, um den Abverkauf von  Restbeständen zu fördern”, heißt es in dem Statement.

(nmi)