POLITIK
10/01/2019 15:43 CET

Gelbwesten-Schläger: Französische Politikerin warnt vor "ausländischen Mächten"

Top-News To Go.

Screenshot
Frankreichs Staatssekretärin für Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern Marléne Schiappa.

► Marlène Schiappa, Frankreichs Staatssekretärin für Gleichberechtigung, hat in einem Radiointerview der italienischen Regierung schwere Vorwürfe in Bezug auf die Gelbwesten-Proteste in Frankreich gemacht. 

► “Wer finanziert die Gewalt, wer finanziert die Randalierer?”, fragte Schiappa am Donnerstag im Gespräch mit dem Sender France Inter. Die Politikerin von La République en Marche ging besonders auf den Fall des Ex-Boxers Christophe Dettinger ein, der vergangenes Wochenende auf zwei Polizisten eingeprügelt und landesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte. 

► Unbekannte hatten für den festgenommenen Ex-Boxer insgesamt über 100.000 Euro gespendet. Schiappa forderte bereits zum zweiten Mal, aufzudecken, wer hinten den Spenden stecke. 

► Dann brachte sie Italien ins Spiel. Angesichts “der Position einiger italienischer Verantwortlicher” sagte sie: “Es wäre interessant zu wissen, ob es ausländische Mächte gibt, die die Schläger und die Gewalt in Paris finanzieren oder nicht.”

Warum Schiappa Italien im Verdacht hat: 

Die italienische Populistenkoalition aus der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und der rechten Lega Nord hat die Gelbwesten-Proteste immer wieder öffentlich unterstützt. 

Italiens Vize-Premier Luigi Di Maio schrieb auf dem Blog der Partei: “Gelbwesten, gebt nicht auf!” Innenminister Mateo Salvini hatte von berechtigten Demonstrationen gegen einen “Präsidenten, der gegen sein Volk regiert” gesprochen. 

Frankreichs Europaministerin Nathalie Loiseau hatte auf entsprechende Äußerungen vor wenigen Tagen auf Twitter reagiert: 

“Frankreich erteilt Italien keine Lektionen. Salvini und Di Maio sollten lernen, vor ihrer eigenen Haustür zu kehren.” 

(ll)