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29/08/2018 13:13 CEST | Aktualisiert 29/08/2018 13:16 CEST

Frankreich: Badegäste fürchten sich vor "sexuell frustriertem" Delfin

Er wird gefährlich für die Menschen.

  • Eine französische Baderegion hat ein Badeverbot ausgesprochen. 
  • Schuld daran ist ein Delfin, der offenbar auf der Suche nach einer geeigneten Sexpartnerin ist.
  • Oben im Video seht ihr den Delfin, der an der französischen Westküste Badegäste bedrängt.

Im französischen Landévennec hat ein eigentlich beliebter Badegast für ein Badeverbot gesorgt. Die Rede ist von dem Delfin Zafar, der in der Ferienregion sein Unwesen treibt. Darüber berichtete die französische Zeitung “Le Télégramme”.

Das Tier befinde sich aktuell in der Brunft und suche nach einer geeigneten Sexpartnerin. Da es diese bisher offenbar noch nicht gefunden hat, gefährde es Badegäste mit seinen Annäherungsversuchen.

Menschen sind in Gefahr

Der drei Meter lange Delfin begeisterte schon Monate zuvor Badegäste mit seiner Zutraulichkeit. Er habe sich Booten genähert und ließ sich sogar streicheln, heißt es im Bericht.

Weil der Delfin jetzt jedoch laut Experten sexuell frustriert ist, reibt er sich an Booten und bedrängt Menschen. Das ist für Badegäste nicht ungefährlich. 

Kajaks und kleinere Boote waren kurz davor, zu kentern, weil der Delfin sich an ihnen rieb. Schwimmer hatten teilweise keine Möglichkeit, an das Ufer zu schwimmen, weil Zafar sie daran hinderte.

Vergangene Woche hat das Tier laut Zeitung sogar eine Frau in die Luft geschleudert, als sie versuchte, an Land zu schwimmen.

“Ein Schlag mit der Schwanzflosse kann schwere Verletzungen verursachen”, sagte Sami Hassani, Spezialist für Meeressäuger, der Zeitung.

Aus diesem Grund dürfen Badegäste sich dem Tier bis auf 50 Meter nicht nähern. “Schwimmen und Tauchen ist an der Küste verboten, wenn der Delfin in der Nähe ist”, sagte der Bürgermeister von Landévennec, Roger Lars.

Experten geben Entwarnung

Delfine haben laut Bericht keine bestimmte Brunftzeit. Deshalb komme es durchaus vor, dass diese Tiere auch sexuelle Tendenzen zu anderen Spezies zeigen – so auch Menschen.

Zwar können Delfine ernsthafte Verletzungen verursachen, wenn sie sich bedroht fühlen, jedoch seien Angriffe auf Menschen sehr selten und nicht der Regelfall. 

Das Badeverbot wurde ausgesprochen, um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten. Außerdem soll der Delfin sich eine Partnerin aus seiner eigenen Spezies suchen können. 

(nc)