WIRTSCHAFT
15/03/2018 13:32 CET | Aktualisiert 15/03/2018 14:16 CET

Forscher haben Solarzellen entwickelt, die auch bei Regen funktionieren

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- via Getty Images

► Im Jahr 2017 haben die Länder der Europäischen Union erstmals mehr Strom mit Windkraft, Sonnenenergie und Biomasse produziert als mit Stein- und Braunkohle. 30 Prozent des Grünstroms hat Deutschland erzeugt.

Dennoch: Es scheint nicht immer die Sonne, es weht nicht immer Wind. Verlässlichkeit und Effizienz erneuerbarer Energiequellen bleiben ein Problem.

► Doch bei Solarzellen haben Wissenschaftler aus China jetzt einen entscheidenden Durchbruch erreicht.

Was ist das Problem an Solarzellen?

Die Energiequelle für Solarzellen ist umsonst und umweltschonend: die Sonne. Die Strahlen können in unterschiedlicher Form genutzt werden: Sonnenkollektoren gewinnen Wärme, Solarzellen erzeugen elektrischen Strom.

Doch bislang scheitert die Verlässlichkeit daran, dass die Zellen Nachts, aber auch tagsüber bei Regen und schlechtem Wetter keinen Strom produzieren können. Solarstrom zu speichern ist immer noch eine teure Angelegenheit.

Wie sollen Solarzellen nun stetiger Strom produzieren?

Forscher der Soochow Universität in China haben eine sogenannte Hybrid-Solarzelle entwickelt. Die funktioniert nicht nur, wenn die Sonne scheint, sondern auch, wenn es regnet.

Und das geht so: Wenn Regentropfen auf der Solarzelle landen, entsteht Reibung. Die Hybrid-Solarzellen sind mit winzigen Nano-Generatoren ausgestattet. Diese wandeln die Reibung dann in Strom um.

Damit können die Zellen sowohl Sonnenschein, aber auch Regenwetter zur Energiegewinnung nutzen.

Kann es funktionieren?

Die Forscher sagen: Ja. Sie haben die Zellen bereits erfolgreich getestet. Aber nur im Labor. Denn bislang ist die Energiegewinnung noch nicht effizient genug. Doch daran arbeiten die Wissenschaftler.

(jds)