WIRTSCHAFT
03/04/2018 11:15 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 12:47 CEST

Gehalt: Wie viel Geld wirklich glücklich macht, haben nun Forscher berechnet

Macht "mehr" wirklich immer glücklicher?

  • Wie viel Geld muss man verdienen, um glücklich zu sein?
  • Mit dieser Frage haben sich der Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahnemann und Ökonom Angus Deaton beschäftigt
  • Oben im Video erklären wir euch, warum mehr Geld nicht immer glücklicher macht

“Ich möchte mal viel Geld verdienen” – diesen Satz hören viele Eltern von ihren Kindern auf die Frage, was sie in Zukunft arbeiten möchten. Doch ist ein hohes Gehalt wirklich so erstrebenswert? Macht mehr Geld wirklich glücklicher?

Je mehr desto besser?

Nein, sagen Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahnemann und Ökonom Angus Deaton aus Amerika. Sie haben in einer Studie herausgefunden:

Verdoppelt man das Jahreseinkommen von 15.000 auf 30.000 Euro, wächst das Glück enorm. Das berichtet die “Bild”-Zeitung.

Wächst das Jahreseinkommen von 30.000 auf 60.000 Euro freut man sich auch noch – danach ist es mit dem zusätzlichen Glück jedoch vorbei.

Selbst wenn man plötzlich 120.000 Euro verdient – das Lebensglück steige nicht weiter.

Freizeit mache glücklicher als hohes Gehalt

Der Wirtschaftswissenschaftler Deaton erklärt dieses Phänomen mit der Theorie des “abnehmenden Grenznutzen”:

“Vielleicht ist das die Schwelle, über der es Menschen nicht mehr möglich ist, das zu tun, was für das emotionale Wohlbefinden am meisten zählt: Zeit mit der Familie verbringen, Krankheit und Schmerz vermeiden oder die freie Zeit genießen.”

Das heißt konkret: Wer so viel arbeitet, dass er 120.000 Euro im Jahr verdient, habe kaum noch Freizeit. Diese Eintönigkeit mache unglücklich.

Harvard-Forscher haben auch getestet, ob Menschen glücklicher werden, wenn sie sich Freizeit erkaufen. Das Ergebnis: Wer beispielsweise eine Putzhilfe einstellt und somit mehr Freizeit hat, sei glücklicher als ohne diese zusätzliche Hilfe.

(jds)