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22/10/2018 14:36 CEST | Aktualisiert 22/10/2018 15:01 CEST

Forscher entdecken Unterwasser-Monster und stehen anfangs vor einem Rätsel

Das “kopfloses Hühnermonster”.

  • Australische Forscher haben in drei Kilometern Tiefe ein bizarres Unterwasser-Tier entdeckt und waren zunächst ratlos. 
  • Sie mussten nach dem Tier googlen, um zu bestimmen, was es ist. 
  • Im Video oben seht ihr, wie wandlungsfähig das Tier ist. 

Australische Forscher haben in der Tiefsee um die Antarktis ein kurioses Meerestier gefilmt.

Durch den Einsatz neuer Unterwasserkameras sind den Wissenschaftlern der Australian Antarctic Division (AAD) faszinierende Aufnahmen gelungen. Die Organisation erforscht für das australische Umweltministerium die Antarktis.

Die Seegurke, die auch “kopfloses Hühnermonster” genannt wird, war noch nie zuvor in der Antarktis entdeckt worden, wie die “AAD” am Sonntag mitteilte

Das auch als Enypniastes eximia bezeichnete Tier war bisher lediglich 2017 im Golf von Mexiko gesehen worden. Dr. Welsford, der Leiter des “AAD”, sagte: 

“Wir hatten dieses Ding noch nie zuvor gesehen. Zu diesem Zeitpunkt wusste keiner von uns, was es war, also haben wir getan, was viele Wissenschaftler tun und es gegoogelt.”

Das Aussehen des etwa 25 Zentimeter großen fassförmigen Tiefseetieres erinnert ein wenig an ein kopfloses Huhn, das schwimmen kann. Mithilfe kleiner Füßchen kann sich das “Monster” jedoch auch am Meeresgrund bewegen.

“Es sieht ein bisschen huhnförmig aus – und es ist ein cooler Name” 

Ein kurzes Video, das die Wissenschaftler veröffentlichten, zeigt: Auch wenn der Spitzname Schlimmes vermuten lässt, sieht die Seegurke wenig unheimlich aus. Dr. Welsford sagte, dass der seltsame Spitzname nichts anderes als ein Spaß unter Meereswissenschaftlern sei.

“Es sieht ein bisschen huhnförmig aus – und es ist ein cooler Name”, sagte er.
Es hält sich in Tiefen zwischen 300 und 6000 Metern auf und ist je nach Alter zartrosa bis rotbraun.

Durch den Einsatz der neunen Kameras erhofft sich das Team um Welsford in Zukunft weitere Erkenntnisse aus der Tiefsee. “Es gibt fast sicher sehr sehr viele Dinge, die wir dort unten nicht kennen und die darauf warten, entdeckt zu werden”, sagte er.  

(ujo)