NACHRICHTEN
14/07/2018 11:11 CEST

Pilot raucht – der Flieger schießt 6,5 Kilometer in die Tiefe

Der Mann wollte den Rauch nicht in die Kabine ziehen lassen.

  • Ein Co-Pilot hat während eines Air-China-Flugs eine E-Zigarette geraucht.
  • Damit setzte er eine fatale Reaktion in Gang.

Am Dienstag musste die Crew eines Air-China-Fliegers erhebliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um ihre Passagiere zu retten. Wie der britische Nachrichtensender “BBC” berichtet, wollte der Co-Pilot verstecken, dass er geraucht hatte. Er drehte aus Versehen die komplette Klimaanlage ab, was den Sauerstoffgehalt im Flieger extrem verringerte.

Der Flieger, der von Hong Kong in die chinesische Stadt Dalian unterwegs war, musste sofort 6500 Meter an Höhe einbüßen, um den Fehler auszugleichen. Auch Sauerstoffmasken kamen zum Einsatz.

Erst nach geraumer Zeit konnte die Maschine wieder auf die vorgeschriebene Flughöhe zurückkehren.

Nachforschungen noch nicht abgeschlossen

Die Nachforschungen der chinesischen Zivilluftfahrtsbehörde ergaben, dass der Co-Pilot einen Ventilator abdrehen wollte, der den Rauch direkt in die Passagierkabine befördert hätte. 

Die Passagiere wurden sofort informiert, dass das Flugzeug nun rapide in die Tiefe fliegen müsse. So konnte ein entsprechender Druckausgleich stattfinden.

“Null-Toleranz-Offensive”

Auf der chinesischen Social-Media-Seite Weibo versprach die Airline, gegen solche Fehler mit einer Null-Toleranz-Offensive vorzugehen. Für Crew-Mitglieder war es in China schon immer verboten, an Bord zu rauchen. E-Zigaretten wurden auch für Passagiere in 2006 verboten.

Allerdings ist das nicht der erste Vorfall dieser Art: Auch 2015 kam es auf einem Hong-Kong-Peking-Flug zu Beschwerden über Rauch, der wohl aus dem Cockpit kam.  

(sk)