LIFE
07/08/2018 18:11 CEST | Aktualisiert 08/08/2018 08:09 CEST

Flughafenpersonal demütigt Jungen – und verlangt Beweis für Behinderung

"Wir haben noch nie etwas so Erniedrigendes und Beschämendes erlebt."

izusek via Getty Images
Der Junge musste beweisen, dass er eine Behinderung hat. (Symbolbild)

Ein zehnjähriger Junge aus Wigan in England ist mit seinen Eltern in den Urlaub nach Kroatien geflogen. Als sie zurückfliegen wollten, gab es jedoch ein Problem.

Offenbar war das Flughafenpersonal nicht darauf vorbereitet, dass der Junge eine Behinderung hat und demütigte die Familie mit einer unverschämten Frage: “Haben Sie einen Beweis für die Behinderung Ihres Sohnes?”

Der zehnjährige leidet an Muskeldystrophie Duchenne (DMD), einer angeborenen Muskelschwäche. Dadurch ist der Junge an ein Elektromobil gebunden.

Die Familie berichtet darüber auf der Website “JoiningJack”, die die Eltern des Jungen gestartet haben, um ein Mittel gegen die Krankheit zu finden.

Der Junge sei einen Tag später zusammengebrochen

Bei der Hinreise nach Kroatien sei noch alles gut gewesen. Die Behinderung des Jungen habe ihm offenbar keine Probleme gemacht und alles sei reibungslos verlaufen. Erst auf der Rückreise nach England wollten die Mitarbeiter am Flughafen plötzlich einen Beweis für die Behinderung des Jungen. 

Die Familie schreibt: 

“Ich wusste nicht, ob ich sarkastisch werden und sagen sollte, dass er aus Spaß im Elektromobil fährt und seine Behinderung vorspielt, oder weinen und schreien sollte, dass er eine tödliche, muskelzerfressende Krankheit hat.”

Der Sohn habe im Erdboden versinken wollen, da ihm die Situation unangenehm gewesen sei. Einen Tag später habe der zehnjährige zu Hause einen Zusammenbruch erlitten. 

Ich kann ehrlich sagen, dass wir für unseren Sohn noch nie etwas so Erniedrigendes und Beschämendes erlebt haben wie unseren Flug von Split mit Jet2”, heißt es weiter.

Der britische Sender “BBC” berichtet, dass die Airline sich mittlerweile entschuldigt hat.

(ll)