POLITIK
03/05/2018 06:46 CEST | Aktualisiert 03/05/2018 06:53 CEST

Flüchtlinge: Polizei stürmt Asylbewerberheim in Baden-Württemberg

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dpa
Der Einsatz in Ellwangen.

Am Donnerstagmorgen rückte die Polizei aus:Vier Tage nach der gescheiterten Abschiebung eines 23-jährigen Togolesen läuft erneut ein Einsatz in einer Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Ellwangen.

Es geht weiter um die Abschiebung des Mannes: Nähere Angaben machten die Beamten am Morgen nicht. Sie wollten nach Ende des Einsatzes informieren. Das war für den Vormittag geplant.

Es gibt ein großes Polizeiaufgebot rund um das Gelände: Die Beamten rückten laut dpa mit mehreren Dutzend Mannschaftsbussen an. Die Straßen waren weiträumig abgesperrt. Außerdem hielt sich die Polizei mit weiteren Kräften in Bereitschaft.

Das war zuvor passiert:

Asylbewerber hatten wenige Tage zuvor die Abschiebung des Mannes aus dem westafrikanischen Kleinstaat Togo mit Gewalt verhindert.

► Die Polizei musste die Aktion in der Nacht zum Montag abbrechen, weil die Situation für die Streifenwagenbesetzungen zu gefährlich wurde.

► Etwa 150 bis 200 mutmaßliche Flüchtlinge sollen laut Darstellung von Zeugen die Streifenwagen umringt und die Polizisten bedrängt haben.

► Später sollen sie mit Hilfe einer Drohung erreicht haben, dass die Schlüssel zu den Handschellen des Mannes überreicht wurden. Der Mann soll danach untergetaucht sein.

Was Politiker sagen:

CDU-Innenpolitiker Armin Schuster sagte “Focus Online”: “In unserem Rechtsstaat gibt es eindeutige rote Linien, die mittlerweile beinahe täglich von Asylbewerbern vorsätzlich überschritten werden”.

Das tolerante Entschuldigen solcher Entgleisungen sei völlig fehl am Platz. Schuster weiter: “Ich erwarte politische Rückendeckung auf allen Ebenen für mehr spürbare Härte im Vorgehen unserer Exekutivbehörden.»