ELTERN
03/07/2018 17:04 CEST | Aktualisiert 04/07/2018 12:45 CEST

Frau dachte, ihre Tochter sei tot – 79 Jahre später trifft sie sie

“Gottes Wege sind unergründlich.”

Elliot Loewenstein
Joanna Loewenstern (links) mit ihrer Mutter Lillian Ciminieri. 
  • Durch einen DNA-Test hat Joanna Loewenstern nach 79 Jahren ihre Mutter wiedergefunden.
  • Den beiden Frauen wurde jahrzehntelang erzählt, die jeweils andere sei tot. 

“Gottes Wege sind unergründlich”, schreibt Elliot Loewenstern auf Facebook. “Der heutige Tag war wunderbar und hat für meine Mutter alles verändert.”

Loewenstern hat allen Anlass, so überwältigt zu sein: Vergangenen Mittwoch konnte seine 79-jährige Mutter Joanna Loewenstein zum ersten Mal seit ihrer Geburt im Jahr 1938 ihre leibliche Mutter, die hundertjährige Lillian Ciminieri in die Arme schließen. Wie die britische Zeitung “The Telegraph” schreibt, seien die beiden Frauen nach der Geburt in New York getrennt und ihnen jahrzehntelang erzählt worden, dass die jeweils andere tot sei. Die Gründe, warum das passiert ist, seien unklar. Joanna sei anschließend adoptiert worden.

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“Wir wissen nicht, was offiziell passiert ist”, sagt Elliot Loewenstein der Zeitung “USA Today”. “Das ist für uns alles neu und wir waren damals noch nicht am Leben.”

Der Grund, wieso die beiden nach 79 Jahren wieder vereint sind, ist ein DNA-Test und die Website “Ancestry.com”, mit deren Hilfe Menschen verschollene Angehörige wiederfinden können. Zufällig lebten sie jahrelang nur etwa 160 Kilometer voneinander entfernt an der Küste von Florida. 

Emotionale Zusammenkunft

“Viele Nächte lang saß ich da und weinte”, sagte Joanna Loewenstein, die mit 16 erfahren habe, dass sie adoptiert sei und sich oft gefragt habe, wer ihre leibliche Mutter sei. 

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Die Behauptungen, ihre Mutter sei tot, habe sie nie geglaubt, sagte Loewenstein. “Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass sie am Leben ist.”

Als die beiden Frauen sich in einem Altenheim in St. Lucie im US-Bundesstaat Florida trafen, malten sie zusammen. Sie haben sich fest vorgenommen, in Kontakt zu bleiben. 

Erleichtert schrieb Elliot Loewenstein nach dem Treffen auf Facebook: “Das ist unglaublich und meine Mutter kann endlich die Frage ‘Wer bin ich?’ zur Ruhe legen.”

(ks)