LIFESTYLE
30/04/2018 12:07 CEST

Absurder Fetisch: Deshalb tut eine 20-Jährige so, als sei sie ein Baby

"Wenn ich unartig bin, nimmt mir mein Daddy das Handy weg."

baby bear max
Auf ihrem YouTube-Kanal präsentiert Max ihre Spielsachen. 
  • Für ein Liebesspiel schlüpft eine 20-Jährige aus den USA regelmäßig in die Rolle eines Kleinkindes.
  • Der Verlobte der jungen Frau liebt es, seine Freundin wie ein Baby zu behandeln.

Schnuller, Malbuch, Schnabeltasse – diese Dinge gehören eigentlich in ein Kinderzimmer. Für die 20-jährige Max aus Kentucky, USA, zählen diese Sachen auch zum Standardrepertoire in ihrem Haushalt – obwohl sie und ihr Partner noch kein Kind haben.

Denn: Die junge Frau schlüpft selbst regelmäßig in die Rolle eines Kleinkindes, um die Beziehung zu ihrem Freund aufzupeppen, wie aus einem Bericht des Nachrichtenportals “The Sun” hervorgeht. 

“Wenn ich unartig bin, nimmt mir Daddy das Handy weg”

Max und ihr Verlobter Johnny leben einen Fetisch aus, der sich “Daddy Dom/Little Girl”, kurz DDLG, nennt. Dieser gehört in den Bereich des BDSM. Als “Little” verhält sich die 20-Jährige so, als wäre sie ein kleines Mädchen.

Max nuckelt an ihrem Schnuller, spielt mit Teddybären oder Barbies und macht sogar Mittagsschläfchen.

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Ihr 31-jähriger Verlobter nimmt dabei die Rolle des “Daddy Doms” ein. Er liest seiner Kleinen Geschichten vor, geht mir ihr auf den Spielplatz und bestraft die junge Frau, wenn sie sich daneben benimmt. Ganz wie ein richtiger Vater eben.

Es gäbe eine Regelliste, die Max zu befolgen habe, sonst würde sie von ihrem “Daddy” auch mal in die stille Ecke geschickt, schrieb das Nachrichtenportal.

“Manchmal, wenn ich unartig bin, nimmt mir Daddy das Handy weg oder ich darf eine zeitlang nicht mehr Fernsehschauen oder muss früh ins Bett”, erzählte Max “The Sun”. 

Max verkörpert eine 5-Jährige

Auf ihrem Instagram-Account und YouTube-Channel berichtet das Paar regelmäßige über ihr skurriles Rollenspiel und gibt für andere “DDLG”–Interessierte sogar Anleitungen. 

In ihren Posts zeigt sich die junge Frau in Ballerinakleidchen, präsentiert stolz ihre Spielsachen und imitiert die Sprechweise eines Kleinkindes.

Selbst nennt sich Max dabei Kleine, kleines Mädchen oder Prinzessin

Gemeinsam mir ihrem elf Jahre älteren Partner lebt die junge Frau den Drang aus, sich wie ein Kind zu benehmen und so behandelt zu werden. Ihr geistiges Alter sei fünf Jahre, da sie sich damit am Wohlsten fühlen würde, erklärte Max “The Sun”. 

Johnny würde es genießen, seiner Partnerin eine Geschichte vorzulesen, bevor er sie zu ihrem Mittagsschläfchen hinlege, heißt es weiter in dem Bericht.

Die kleine Ruhepause würde die eigentlich erwachsene Frau auch brauchen: Sie tobe durch das Haus, gehe mit ihrem Daddy auf den Spielplatz oder zeichne ausgiebig in Malbüchern.

“In den Worten von Peter Pan: Ich möchte nich erwachsen werden. Ich bin die Kleine und Johnny ist mein Daddy”, erklärte Max gegenüber “The Sun”.

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“Ich nutze meine Rolle, um zu relaxen und Spaß zu haben”

Sobald das junge Paar nachhause kommt, verwandeln sie sich in Daddy und Prinzessin. Außerhalb ihrer vier Wände würden die beiden sich ganz normal verhalten, denn ihr Fetisch sei nicht für die Außenwelt bestimmt.

“Es ist nichts, was ich nicht kontollieren kann. Wenn wir für ein schönes Abendessen rausgehen oder in einem Supermarkt sind oder in der Öffentlichkeit, dann schreie ich nicht einfach ‘Daddy’!”, sagte Max dem Newsportal.

Auch einen ganz normalen Job würden die beiden haben. Johnny sei Tattowierer und Max arbeitete von Zuhause aus. 

Ihr Fetisch für Baby-Rollenspiele sei nicht einmal sexueller Natur, sondern ein Mittel, um ihre Beziehung zu erfüllen. 

“Ich bin eine Kleine und diese Rolle nutzte ich, um unsere Beziehung zu festigen, zu relaxen und Spaß zu haben. Für uns ist es nichts Sexuelles”, sagte die 20-Jährige weiter. 

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Auch wenn es vermeintlich nicht Sexuelles sei, hinterlassen einige Instagram-Bilder einen anderen Eindruck. 

Für die Zukunft sei sich die junge Frau noch unschlüssig, ob sie für immer eine “Kleine” bleiben werde. Doch für Max sei klar, dass sie die kindliche Unschuld auch weiter in sich tragen werden würde.

(kap)