POLITIK
29/08/2018 16:50 CEST | Aktualisiert 29/08/2018 17:05 CEST

FDP-Vize Strack-Zimmermann kritisiert Partei-Kollege Kubicki für Merkel-Kritik

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Florian Gaertner via Getty Images
FDP-Bundesvize Strack-Zimmermann.

► Die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat ihren Parteikollegen Wolfgang Kubicki für dessen Aussage kritisiert, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trage eine Mitschuld an den rechtsextremistischen Ausschreitungen in Chemnitz.

► “Schuldzuweisungen unter Demokraten sind daneben und helfen nur den Rechten. Schuld an den Ausschreitungen sind nicht einzelne Äußerungen der Bundeskanzlerin, sondern Radikalität und Gewaltbereitschaft der Extremen”, sagte Strack-Zimmermann der HuffPost.

► Auch die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Ria Schröder, kritisierte die Aussagen von Kubicki. “Wir JuLis können diese Haltung nicht nachvollziehen”, sagte sie der HuffPost. Und weiter:

“Die Wurzeln der Ausschreitungen liegen in der Radikalität und der Gewaltbereitschaft von Rechtsextremen. Daran sind weder eine schlimme Kindheit, noch der Tod des 35-jährigen Mordopfers, noch Frau Merkel schuld. Es ist der Stil der Rechtspopulisten, die Verantwortung für Verbrechen einer einzelnen Person zusprechen zu wollen.”

Was Kubicki gesagt hatte: 

Kubicki hatte tags zuvor mit Blick auf Merkels berühmt gewordene Aussage aus dem Herbst 2015 den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland gesagt: “Die Wurzeln für die Ausschreitungen liegen im ‘Wir-schaffen-das’ von Kanzlerin Angela Merkel.”

In Chemnitz kam es am Montag bei einer Demonstration der rechtspopulistischen Bewegung “Pro Chemnitz” zu gewalttätigen Ausschreitungen von Neonazis und Gegendemonstranten.