POLITIK
01/08/2018 06:38 CEST | Aktualisiert 01/08/2018 07:20 CEST

FDP-Vize Kubicki nennt Einwanderungspolitik der Union "ökonomischen Wahnsinn"

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MICHAEL KAPPELER via Getty Images
Wolfgang Kubicki fordert ein Einwanderungsgesetz. 

► In der Diskussion um ein Einwanderungsgesetz hat der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki die Union scharf kritisiert.

► “Es ist ökonomischer Wahnsinn, dass wir gut integrierte und ausgebildete Menschen, die ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, außer Landes bringen müssen, weil die Union ein modernes Einwanderungsrecht nach wie vor blockiert”, sagte Bundestagsvizepräsident Kubicki der “Bild”-Zeitung. “Ludwig Erhard würde sich im Grabe umdrehen.”

► SPD-Innenexperte Burkhard Lischka sagte der “Bild”: “Es wird höchste Zeit, endlich beide Bereiche unseres Migrationsrechts klar zu trennen: Das Asylrecht für die, die unseren Schutz brauchen, weil sie vor Verfolgung und Krieg fliehen. Und ein Einwanderungsrecht für die, die wir als Fachkräfte brauchen, um unseren Wohlstand auch in Zukunft zu sichern.”

Worum es in der Diskussion um Einwanderung geht: 

Union und SPD haben sich darauf verständigt, noch in diesem Jahr ein Einwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen, um gezielt Fachkräfte anzuwerben. 

Eine Studie der Beratungsgesellschaft Korn Ferry hatte jüngst gezeigt: Bis Ende des nächsten Jahrzehnts könnten Deutschland 4,9 Millionen Fachkräfte fehlen, wie die “Welt” berichtete. Die Einnahmeausfälle bezifferten die Experten bis 2030 auf rund 525 Milliarden Euro.

(sk)