POLITIK
05/08/2018 09:06 CEST | Aktualisiert 05/08/2018 09:56 CEST

FDP-Chef Lindner greift Deutschtürken an: "Wir haben andere Werte"

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OMER MESSINGER via Getty Images

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die “MeTwo”-Debatte um Alltagsrassismus als einseitig kritisiert. Lindner sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: “In der türkeistämmigen Gemeinschaft gibt es eine Geringschätzung freiheitlicher Werte. Bemühungen, sich zu integrieren, werden vernachlässigt.”

► Das sei die andere Seite der schon lange erkennbaren “Alltagsdiskriminierung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, vor allem aus der Türkei”.

► Lindner erklärte: “Wir sind genauso stark wie Erdogan. Auch wir kämpfen für unsere Werte - aber es sind andere Werte. Auf unsere Toleranz kann man sich nicht berufen, wenn man sie von Innen aushöhlen will.”

Was andere zu der Debatte sagen:

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte dem “Tagesspiegel am Sonntag”: “Die deutsche Mehrheitsgesellschaft darf unser Rassismus-Problem nicht länger ignorieren oder verharmlosen.”

Die Politik müsse dabei Sicherheit und Vertrauen vermitteln. Eine Überforderung des Staates in der Flüchtlingskrise habe viele Menschen verunsichert und es “rechtspopulistischen Brandstiftern letztlich leicht gemacht, aufzuhetzen und die Gesellschaft zu spalten”.

Mehr als 40.000 Nutzer haben bei Twitter in den ersten fünf Tagen rund 153.000 Tweets mit dem #MeTwo-Hashtag abgesetzt. Viele berichten von Rassismus in Schulen, auf der Straße, im Freundeskreis - und selbst in der Partnerschaft.