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12/12/2017 11:19 CET | Aktualisiert 12/12/2017 17:23 CET

Fatale Kettenreaktion: Wie chronische Depressionen Krebs auslösen können

Eine Studie belegt, dass der ganze Körper an der Krankheit leidet - allen voran die Zellen

  • Depressionen wirken sich nicht nur auf die Psyche aus
  • Eine neue Studie belegt jetzt, dass die Krankheit Auswirkungen auf den gesamten Körper hat
  • Im Video oben: Diese körperlichen Symptome deuten auf eine Depression hin

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei Refinery29. 

 Antriebslosigkeit, Gefangensein in der Trauer, Schlafstörungen und innerliche Unruhe: All das sind nur einige Beispiele dafür, wie sich Depressionen auf die Psyche auswirken.

Vor allem sind es ausschließlich mentale Symptome. Wie eine Studie jetzt belegt, leidet der gesamte Körper an der Krankheit, allen voran die Zellen.

 Eine Studie (erschienen im “Journal of Clinical Psychiatry”) untersuchte knapp 4000 Patienten mit chronischer Depression und konzentrierte sich dabei auf die Untersuchung unterschiedlicher Prozesse auf Zellebene, die ebenfalls von der Krankheit gestört werden.

Durch eine Kettenreaktion werden immer mehr Zellen zerstört

Der Fund: Der oxidative Stress im Körper ist bei Betroffenen höher als bei gesunden.

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Das bedeutet, dass freie Radikale (das sind instabile, negativ geladene Teilchen, die weitere Zellen angreifen, hervorgerufen von Zigaretten- und Alkoholkonsum, Medikamenten, Umwelteinflüssen und schlechter Ernährung) im Körper nicht mehr schnell genug von positiv aufgeladenen Antioxidantien ausgeglichen werden können.

Die Folge ist eine Kettenreaktion, durch die immer mehr Zellen zerstört werden. Der übermäßige Zelltod durch die erhöhte Toxizität im Körper verursacht Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Probleme, frühzeitige Alterung und sogar Krebs.

Die gute Nachricht: Nach erfolgreicher Therapie pendelt sich das Verhältnis zwischen freien Radikalen und Antioxidantien wieder ein, der oxidative Stress nimmt also wieder ab.

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(lk)