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08/06/2018 13:44 CEST | Aktualisiert 08/06/2018 13:54 CEST

Familie vergräbt tot geglaubtes Baby – es lebt 8 Stunden später noch

"Es ist ein Wunder."

  • Brasilianische Polizisten haben ein Neugeborenes gerettet, das acht Stunden lang vergraben unter der Erde lag.
  • Die Urgroßmutter hatte das Baby beerdigt, weil sie dachte, es sei tot.
  • Oben im Video seht ihr die Rettungsaktion der Polizisten. 

Es grenzt an ein Wunder: In Brasilien ist ein Neugeborenes acht Stunden lang unter der Erde vergraben gewesen – und hat überlebt.

Die eigene Urgroßmutter hatte das Kind eingebuddelt, weil sie dachte, es sei tot. Nur durch Glück gelang es der Polizei, das Kind lebend zu retten.

Das berichtet die britische Zeitung “Daily Mail”.

Wie die Zeitung schreibt, sei die Mutter eine 15-Jährige aus dem brasilianischen Canarana. Sie soll ihr Kind im Badezimmer alleine auf die Welt gebracht haben.

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Familie vergrub das Baby im Garten

Während der Geburt soll das Baby auf den Boden gefallen sein und sich den Kopf gestoßen haben.

Weil das Neugeborene nach der Geburt nicht geschrieen habe, hätten Mutter und Urgroßmutter geglaubt, es sei tot. 

Die 57-Jährige Urgroßmutter berichtete der Polizei, sie sei den Stammesbräuchen ihrer Familie gefolgt und habe das totgeglaubte Kind in einem ungefähr 50 Zentimeter tiefen Loch im Garten vergraben.

Die Frau versicherte, das Baby habe “kein Lebenszeichen von sich gegeben”, als sie es in eine Decke gewickelt und eingegraben habe.

Stunden später erhielten Polizisten einen anonymen Hinweis, dass der Tod des Neugeborenen bei der zuständigen Behörde nicht gemeldet wurde.

Polizei bekam einen anonymen Hinweis

Die Polizei ging dem nach und untersuchte das Gelände der Familie.  

Die Ur-Großmutter zeigte den Beamten, wo sie das Baby begraben hatte.

Polizeichef Joao Paulo Bezerra do Nascimento sagte:

“Das Kind wurde gegen 14 Uhr begraben. Wir wurden gerufen, um den Vorfall zu untersuchen. Es war beunruhigend, weil bereits viele Stunden vergangen waren.”

Als die Beamten anfingen, das totgeglaubte Kind auszugraben, hörten sie ein leises Wimmern.

Schnell war klar: Auch nach mittlerweile acht Stunden unter der Erde lebte das Neugeborene noch. 

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Polizeichef: “Es ist ein Wunder”

Der Polizeichef sagte:

“Als wir ankamen, hatten wir nie geglaubt, das Kind lebend zu finden. Was mich am meisten schockiert: Das kleine Mädchen überlebte acht Stunden unter der Erde. Es ist ein Wunder.”

Den Moment, wie sie das Kind ausgraben, hielten die Beamten in einem Video fest. 

► Das Neugeborene kam sofort in ein Krankenhaus. Zu aller Überraschung trug das Mädchen keine größeren Schäden davon.

Ärzte reinigten seine Atemwege und verlegten es auf die Intensivstation. Die Mediziner hoffen, dass sich das Kind trotz dieses traumatischen Starts ins Leben normal entwickeln wird.

► Die Mutter des Babys wurde verhört und ebenso für Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Die Urgroßmutter muss sich wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.

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