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24/09/2018 11:28 CEST

Familie plant Beerdigung des Sohnes – dann bemerkt die Polizei einen Fehler

Der vermisste Sohn war gar nicht tot – er saß nur im Knast.

Urilux via Getty Images
Eine Familie in Kalifornien dachte, dass ihr Sohn tot sei. (Symbolbild)
  • Eine Familie hat ihren Sohn als vermisst gemeldet.
  • Einen Monat später geht die Polizei davon aus, die Leiche des Vermissten gefunden zu haben – doch es ist gar nicht der Sohn.

Was eine Familie aus Santa Clarita im US-Bundesstaat Kalifornien die letzten Wochen durchgemacht hat, klingt unvorstellbar: Sie musste ihren Sohn als vermisst melden.

Einige Wochen später teilte die Polizei den Angehörigen mit, dass ihr 27-jährigen Sohn Adam Buckley tot sei.

Doch als die Familie bereits die Beerdigung ihres Sohnes plante, fiel den Gerichtsmedizinern ein Fehler auf: Bei dem Toten handelte es sich gar nicht um Buckley.

Darüber berichtete die lokale Nachrichtenseite “The Signal”.

Sohn wird für tot erklärt – doch sitzt eigentlich im Gefängnis

Adam Buckley war 27 Jahre alt, als er von seiner Familie im Juni als vermisst gemeldet wurde.

Die Angehörigen sorgten sich: Schließlich litt der 27-Jährige unter psychischen Problemen. Niemand wusste genau, ob er alleine zurechtkommen würde.

Wochenlang wurde nach Adam Buckley gesucht – doch ohne Erfolg.

Dann, wenige Wochen später, fand die Polizei nach einem Brand eine kaum identifizierbare Leiche.

Die Gerichtsmediziner gingen dennoch davon aus, dass es sich hier um den vermissten Mann handeln musste.

Die Familie trauerte und organisierte bereits die Beerdigung, als die Polizei ihren Fehler schließlich einsah: Die verbrannten Überreste stammten doch nicht von dem Vermissten.

Stattdessen hat die Polizei herausgefunden, dass Buckley in einem Gefängnis saß und bald entlassen werden müsste.

Als der 27-Jährige nach seiner Entlassung nicht zu seiner Familie zurückkehrte, suchte das Polizeiamt in Los Angeles bei Facebook nach Buckley.

Und die Familie hatte erneut Glück: Buckley tauchte wenige Tage später auf, die Polizei gab auf Facebook Entwarnung.

Die gerichtsmedizinische Abteilung der Polizei hat sich inzwischen in einer Pressemitteilung für ihren Fehler entschuldigt:

”In diesem Fall haben wir einen Fehler gemacht. Wir haben uns auf Informationen gestützt, die wir zu der Zeit hatten, aber nicht mehr glauben, dass sie korrekt sind. Diese Art von Fehler sind für uns inakzeptabel und widersprechen unserer Mission, die Verstorbenen in Los Angeles County zu schützen. Wir verpflichten uns zu Verbesserungen, wo auch immer sie gerechtfertigt sind.”

(nr)