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07/12/2018 11:48 CET

Familie: Mutter denkt, Tochter sei bei Geburt gestorben, dann steht sie vor ihr

69 Jahre dachte die Frau, dass ihre Tochter nicht mehr leben würde.

  • Fast 70 Jahre lang lebt eine Amerikanerin mit dem Glauben, dass sie ihr erstes Kind bei der Geburt verloren hat.
  • Vor wenigen Wochen kamen sie das erste Mal in Kontakt – vor drei Tagen konnten sie sich in die Arme schließen.
  • Im Video oben seht ihr einen ähnlichen Vorfall: Familie hält Großvater für tot und verbrennt die Leiche – 2 Monate später spaziert er ins Wohnzimmer.

Die 88-jährige Genevieve Purinton aus dem US-Bundesstaat Florida ist hat keine Eltern mehr. Auch hat sie keine Geschwister oder Kinder – denkt die Frau zumindest.

Im Alter von 18 Jahren brachte Purinton ein Mädchen zur Welt. Die Ärzte sagten ihr damals, dass das Baby bei der Geburt gestorben sei. 69 Jahre lebte Purinton in diesem Glauben. Nach einer Sterbeurkunde fragte die damals junge Frau nicht.

In Wahrheit lebt ihre Tochter Connie. Sie wurde bei der Geburt zur Adoption freigegeben und suchte fast ihr ganzes Leben nach ihrer leiblichen Mutter.

Das berichtet der amerikanische Sender “Fox13”. 

Die 88-Jährige sagte dem Sender: 

“Ich sagte: ’Ich will mein Baby sehen.′ Aber die Ärzte sagten mir, dass sie gestorben sei.”

Die damals 18-Jährige ist unverheiratet schwanger geworden, lebte daraufhin einsam und in tiefer Trauer um ihr vermeintlich totes Kind.

Ärzte sagten ihr, dass ihr Baby gestorben sei

Tochter Connie Moultroup verbrachte fast ihr gesamtes Leben damit, ihre leibliche Mutter zu finden. Schon mit fünf Jahren hatte sie diesen Wunsch.

2018 erfüllte sich dieser schließlich – mit Hilfe eines Geschenks, das die heute 69-Jährige vergangenes Jahr zu Weihnachten bekam. Sie erhielt ein “AncestryDNA”-Paket.

Mithilfe einer Speichelprobe kann die DNA von Millionen Menschen verglichen und so ethnische Zugehörigkeiten und mögliche Verwandte, die ebenfalls in der AncrestryDNA-Datenbank gespeichert sind, ausfindig gemacht werden.

Tochter Connie Moultroup konnte dadurch den Namen ihrer leiblichen Mutter herausfinden und danach eine Telefonnummer einer Cousine ausfindig machen. Moultroup sagte dem Sender:

“Ich rief an und nannte den Namen meiner leiblichen Mutter. Meine Cousine sagte mir, dass das ihre Tante sei und sie noch lebe.”

Die Frauen begegneten sich nach 69 Jahren zum ersten Mal

Mutter und Tochter trafen sich vor wenigen Tagen im Altersheim der Mutter. Es war das erste Mal, dass sich die beiden persönlich gegenüber standen. Wenige Wochen zuvor hatten die beiden Frauen schon telefoniert. 

Wie der Sender berichtet, war das Wiedersehen sehr emotional. Die 88-Jährige hat jetzt nicht nur eine Tochter, sondern auch Enkel- und Urenkelkinder. Und auch Moultroup sei glücklich darüber, endlich ihre leibliche Mutter gefunden zu haben. Sie sagte: 

“Meine Mutter und ich sehen uns so ähnlich und wir gestikulieren auch gleich. Es ist sehr verrückt! Wir sind uns so ähnlich.”

(nmi)