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07/06/2018 17:51 CEST | Aktualisiert 08/06/2018 17:13 CEST

Familie hütete jahrzehntelang "Koran" – dann erfährt sie, was drin steht

"Meine Mutter sagte, dass dies ein heiliges Buch sei."

Rehman Asad via Getty Images
Ein Muslim liest im Koran. (Symbolbild)
  • Jahrzehntelang pflegte eine russische Familie ein Buch, das sie für den Koran hielt.
  • Bis die Familienmitglieder erstaunt feststellen mussten, um was es sich wirklich handelte. 

Von Generation zu Generation hat eine russische Familie aus Baschkortostan das Buch weitergereicht. Die russische Region ist die flächengrößte und bevölkerungsreichste muslimische Teilrepublik des Landes.

Jedes Familienmitglied, das das Buch bekam, pflegte es und ging sorgsam mit ihm um – denn jeder dachte, bei dem Band handele es sich um den Koran, der heiligen Schrift des Islam.

“Meine Mutter sagte, dass dies ein heiliges Buch sei”

Doch dann erfuhr die Familie, was wirklich in dem Buch stand: Paragrafen und Gesetze. Denn es handelte sich um eine arabischsprachige Ausgabe des sowjetischen Strafgesetzbuches von 1926. Dieses überreichten die Besitzer nun dem Museum des Innenministeriums in Ufa, wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet.

Das Museum verbreitete dann auch die Meldung über die Verwechslung. 

Meine Mutter sagte, dass dies ein heiliges Buch sei, das in ein Tuch gewickelt und unter ein Kissen gelegt werden sollte, damit die Kinder ruhig bleiben und sich nicht schlecht benehmen”, erklärte die ältere Dame Reportern.

(ujo)