GOOD
20/03/2018 09:55 CET | Aktualisiert 20/03/2018 13:33 CET

New Yorkerin schreibt Fahrrad-Dieb diese Nachricht, dann klingelt es an ihrer Tür

Ihr Fahrrad hat die New Yorkerin nicht zurückbekommen, glücklich ist sie nun trotzdem.

  • Einer Frau in New York ist ihr gebrauchtes Fahrrad geklaut worden
  • Sie schrieb eine Botschaft an den Dieb – dann klingelte es dreimal an ihrer Tür
  • Im Video oben: Nie wieder geknackte Schlösser – das ist das sicherste Fahrrad der Welt

Die Geschichte von Amanda Needham aus New York hat nicht gut begonnen – doch ihr Ende machte sie umso glücklicher.

► Jemand stahl Needham ihr gebrauchtes Fahrrad. Übrig blieb nur das Vorderrad und ihr Fahrradschloss.

Doch anstatt den Diebstahl zu melden, was ihr das Fahrrad wahrscheinlich nicht zurückgebracht hätte, wollte die New Yorkerin ein Zeichen setzen.

► Also griff sie zur Farbe.

Mehr zum Thema: Ladendiebe glauben, perfekten Fluchtweg zu haben – und erleben Überraschung

Eine Botschaft an den Dieb

Sie schrieb ihrem Dieb eine Nachricht – und das auf einem Plakat, damit diese auch nicht übersehen werden konnte. Das berichtet die amerikanische Zeitung “Washington Post”

Ihre Nachricht lautete:

“An die Person, die mein Fahrrad gestohlen hat. Ich hoffe, du brauchst es mehr als ich. Es kostete mich gebraucht 200 Dollar und ich brauche es, um in die Arbeit zu kommen. Ich kann mir kein anderes Fahrrad leisten. Klau beim nächsten Mal bitte einem Hipster sein Peugeot-Rennrad. Oder klau gar nicht. PS: Bring es zurück!“

Das Plakat teilte sie auf ihrer Instagram-Seite.

Mehr zum Thema: Köln: Junge wird Rucksack geklaut – dann starten Studenten eine Aktion

Der “Washington Post“ erzählte sie, dass sie sich etwas albern gefühlt hatte, als sie die Nachricht schrieb. Doch da sie mitbekommen hatte, dass auch andere Fahrräder in der Nachbarschaft gestohlen wurden, wollte sie mit ihrer Nachricht ein Zeichen setzen.

► Das Schild ließ sie insgesamt sieben Tage stehen. Ihr Fahrrad bekam sie dadurch nicht zurück. Doch es passierte etwas Wundervolles.

Es klingelt dreimal an der Tür

Denn der KarmaCycle – auf deutsch der “Karma-Kreislauf”, wie Needham ihn nannte – nahm seinen Lauf. In den darauffolgenden Tagen klingelte es immer wieder an ihrer Tür.

► Ein Mann stand davor, der Needhams Plakat gesehen hatte und bot ihr an, sie könne sein Fahrrad haben.

► Eine andere Frau läutete und fragte sie, welches Fahrrad sie brauche. Sie wisse nicht viel darüber, doch wenn sie eines finde, würde sie es ihr bringen.

Needham war verblüfft über die positiven Reaktionen auf ihr Schild. Und es waren nicht die einzigen.

Kunsthändler erwirbt ihr Schild

► Als Drittes klingelte schließlich Steve Powers an ihrer Tür.

Der Kunsthändler bot ihr 200 Dollar (etwa 160 Euro) für ihr Plakat. Das war der Betrag, den sie für das Fahrrad gezahlt hatte.

► Needham akzeptierte das Angebot.

Nicht nur konnte sie sich nun ein neues Fahrrad leisten. “Ich wurde Teil einer Welle an Gutherzigkeit“, berichtet sie der Zeitung.

Den “KarmaCycle“ wollte sie anderen Menschen nicht vorenthalten. Das Kinderfahrrad, das sie mit dem Geld des Kunsthändlers kaufte, polierte sie auf und möchte es nun jemand anderem schenken.

Ganz nach der Botschaft auf ihrem Schild: “Ich hoffe, du brauchst es mehr als ich”.

Unter dem Hashtag #KarmaCycle gibt es mittlerweile zahlreiche Posts zu Needhams Geschichte – und zeigt, was die New Yorkerin mit einem Schild erreichen kann.  

(cho)