ELTERN
19/07/2018 15:58 CEST | Aktualisiert 23/07/2018 13:51 CEST

Experten: So viele Wörter sollten eure 1- bis 3-Jährigen können

Je mehr, desto besser.

AntonioGuillem via Getty Images
Kinder mit einem größeren Wortschatz seien erfolgreicher. (Symbolbild)
  • Die australische Sprachtherapeutin Lauren Reinhardt beschäftigt sich mit der Sprachentwicklung von Kleinkindern.
  • Für die Expertin hängt die Größe des Wortschatzes eines Kindes eng mit dem schulischen und sozialen Erfolg zusammen. 

“Fällt mein Kind hinter anderen zurück?”, “Sollte es sprachlich nicht schon viel weiter sein?” – in einer Zeit des frühkindlichen Bildungswettrüstens stellen sich sicherlich viele Eltern solche oder ähnliche Fragen. Doch sorgen müssen sie sich erst mal nicht. 

Die australische Logopädin Lauren Reinhardt schreibt in einem Artikel für die australische Mütter-Ratgeberseite “North Shore Mums”, wie wichtig der Wortschatz für die Entwicklung von Kindern ist und in welchem Alter Kinder wieviele Wörter beherrschen sollten. 

Mit zwei Jahren mindestens 50 Wörter

“Studien haben gezeigt, dass Kinder, die mit einem größeren Wortschatz in die Schule kommen, einfach erfolgreicher sind”, schrieb Reinhardt.

Die Anforderungen seien in jedem Fall für Jungen und Mädchen die gleichen, genauso wie für Kinder, die zweisprachig aufwachsen. 

Und so viel sollten Kinder nach Reinhardt können: 

► Mit einem Jahr: Kinder sollten ein paar Wörter benutzen.

Mit eineinhalb Jahren: Kinder sollten mindestens zwanzig Wörter benutzen. Dabei sei es nicht so wichtig, ob die Wörter deutlich ausgesprochen werden.

► Mit zwei Jahren: Dieses Alter sei ein wichtiger Meilenstein in der kindlichen Sprachentwicklung: 50 Wörter sollten es dann mindestens sein. Die Kinder sollten diese auch zusammensetzen können: Beispielsweise “großer” und “Ball”, “Mama” und “laufen” oder “Sonne” mit “gelb”.

► Mit drei Jahren: “An ihrem dritten Geburtstag sollten sie schon ein Vokabular von über tausend Wörtern haben”, sagte Reinhardt. Außerdem sollten sie Sätze mit bis zu sieben Wörtern bilden sowie mit Fremden sprechen können. 

Kinder mit einem großen Vokabular könnten sich besser ausdrücken, sagte Reinhardt. So seien sie besser für soziale, emotionale und schulische Herausforderungen gerüstet. 

Sollten Kinder unter den Grenzwerten bleiben, rät Reinhardt den Eltern dazu, sich professionelle Hilfe, beispielsweise bei einem Logopäden, zu suchen.

(nc)