ELTERN
27/02/2018 18:28 CET

Frau wagt Experiment mit ihrer Muttermilch und löst Debatte aus

Die Bilder der Ergebnisse teilte sie auf Facebook.

  • Die Mutter Jessica Willson will mit ihrem Experiment die Vorteile von Muttermilch aufzeigen
  • Ihr Ergebnis löst eine Debatte zwischen Befürwortern und Gegnern aus

Muttermilch gilt weiterverbreitet noch immer als die beste Nahrung für Babys. Die Neugeborenen werden so vor Krankheiten bewahrt und erhalten die richtigen Nährstoffe.

Doch kommt es nicht selten vor, dass Mütter das Stillen abbrechen und auf Ersatz umsteigen müssen – was mit den heutigen Milchersatzprodukten kein Problem mehr sein dürfte.  

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Die Biologiestudentin und Mutter, Jessica Willson, wollte jedoch genauer erforschen, inwieweit sich Muttermilch von Ersatzprodukten unterscheidet, wie sie in einem Facebook-Post erklärte. 

“Muttermilch ist magisch”

Die frisch gebackene Mutter führte daher ein kleines Experiment bei sich zuhause durch: Sie verglich die Reaktion von Muttermilch und von vier verschiedenen Milchersatzprodukten auf Bakterien. 

►  Ihre Hypothese: Muttermilch ist “magisch”.

Für ihr Experiment tränkte Willson vier kleine Scheiben in Muttermilch und legte diese jeweils in eine Petrieschale, in der sich Bakterien befanden. Ebenfalls legte sie vier weitere Scheiben, diesmal getränkt in Milchersatzprodukten, in Petrieschalen mit Bakterien desselben Stamms. 

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Die Bilder der Ergebnisse teilte sie auf Facebook:

► Links zeigt Willson die Testscheibe mit Muttermilch. Bei dieser wurden die Bakterien fast vollständig bekämpft.

► Auf der rechten Seite hält die Biologiestudentin eine Schale mit dem Milchersatzprodukt hoch. Hier zeigt sie, dass sich der Bakterienstamm fast über die gesamte Platte ausgebreitet hat. 

Stolz schlussfolgert die Biologiestudentin in ihrem Post: “Beweis dafür, dass Brüste magisch sind und der Busen das Beste ist. Seit stolz auf das, was ihr euren Babys gebt.”

Willsons Post spaltet die User

Ihr Experiment erreichte 14.000 Likes und wurde über 12.259 mal geteilt. Auch kommentierten über 2.800 User ihren Post.

Viele stimmten Willsons These zu:

“Das ist wahr, ich bin glücklich darüber, mit der Brust zu stillen.”

“Das ist so fantastisch!! Und erklärt, warum Denver so gut wie nie krank ist.”

 

Doch einige standen der Schlussfolgerung auch kritisch gegenüber:

“Ja, Brustmilch ist deutlich besser als Ersatzprodukte. Aber einige Frauen können aus verschiedenen Gründen nicht Stillen. Und manche Babys verweigern die Brust, aus welchem Grund auch immer. Dieser Post wirkt so, als würde er einige Eltern beschämen, vor allem Mütter, welche Milchersatzprodukte verwenden. So lange das Baby glücklich und gesund ist – müssen wir uns wirklich darum sorgen, ob es Brustmilch oder Milchersatz bekommt?” 

“Nicht alle Frauen können stillen, aus vielen verschiedenen Gründen!!! Also ‘Busen ist das Beste’ zu schreiben, ist nur ein weitere Art, dass sich die (ausgeschlossenen) Mütter scheiße fühlen! Ein gefüttertes Baby ist das Beste!”

(kap)