POLITIK
16/08/2018 19:14 CEST | Aktualisiert 16/08/2018 20:04 CEST

Ex-Trump-Beraterin enthüllt neues Tape: "Sie wollten mein Schweigen kaufen"

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Jonathan Ernst / Reuters
Omarosa Manigault Newman arbeitete fast ein Jahr lang für Donald Trump im Weißen Haus – und plaudert nun angebliche Geheimnisse des US-Präsidenten aus. 

► Die Ex-Trump-Beraterin Omarosa Manigault Newman hat ein neues geheim aufgenommenes Tape aus dem Weißen Haus von Donald Trumpenthüllt. 

► Sie spielte die Aufnahme dem Sender MSNBC zu. Darauf ist ein Gespräch zwischen Manigault Newman und Lara Trump, der Ehefrau von Donald Trumps Sohn Eric, zu hören. 

► Das Gespräch fand offenbar statt, nachdem Manigault Newman gefeuert wurde. Lara Trump bietet ihr der Aufnahme zufolge einen Job in Trumps Wahlkampf-Kampagne für die Wahl im Jahr 202 an.

► Lara Trump bot der Ex-Beraterin des US-Präsidenten demnach 15.000 US-Dollar pro Monat für zwölf Monate an – insgesamt 180.000 US-Dollar. 

Manigault Newmann: “Die Trump-Familie wollte mich zum Schweigen bringen”

“Ich sah das als Versuch, mich zum Schweigen zu bringen”, sagte Manigault Newman zu MSNBC. Und weiter: 

“Sie sagten mir, wie toll ich wäre, dass sie mich weiter in ihrem Umfeld haben wollten. Gleichzeitig machte mir Lara klar: Du darfst nichts Negatives über Donald Trump sagen, du musst immer positiv bleiben. Sie wollten mein Schweigen erkaufen. (...) Sie (Lara Trump) sagte mir, dass Angebot würde direkt von Donald Trump kommen.”  

Lara Trump veröffentliche ein Statement, indem sie sich schockiert von Manigault Newmans Vorwürfen zeigte. Sie hätte zu der Ex-Beraterin von Donald Trump eine “schwesternhafte” Beziehung gehabt. 

“Wir hätten nie gedacht, dass sie uns heimlich aufnimmt”, heißt es in Lara Trumps Statement. 

Welche Konsequenzen das neue Trump-Tape haben könnte: 

Manigault Newman wirft der Trump-Familie Korruption vor. Doch klar ist: Es ist nicht per se verboten, jemandem einen Job anzubieten – auch nicht, wenn diese Person zuvor unter brisanten Umständen gefeuert wurde. 

Es ist zwielichtig – aber nicht verboten. 

Trotzdem hat das Angebot an Manigault Newman auch juristische Brisanz. Sie sollte für das Wahlkampf-Team von Donald Trump arbeiten – und wohl auch von diesem bezahlt werden. 

Wahlkampfgelder in den USA müssen jedoch laut Gesetz für rechtmäßige und dem Wahlkampf dienliche Zwecke eingesetzt werden. Es ist möglich – aber unwahrscheinlich –, dass ein Gericht das Jobangebot für Manigault Newman nicht dementsprechend eingeordnet hätte.

Sondern tatsächlich als Schweigegeldzahlung.