POLITIK
10/08/2018 15:27 CEST | Aktualisiert 10/08/2018 22:03 CEST

"Trump benutzt das N-Wort": Ex-Beraterin attackiert den US-Präsidenten

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The Washington Post via Getty Images
Die ehemalige Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses, Omarosa Manigault Newman (links), und US-Präsident Donald Trump. (Archivbild vom Oktober 2017)

► Omarosa Manigault Newman, ehemalige Beraterin des Weißen Hauses, wirft dem US-Präsidenten Rassismus vor. Donald Trumpist ein “Rassist”, der mehrmals das “N-Wort” benutzte, schreibt die Ex-Kommunikationsdirektorin laut dem “Guardian” in ihrem neuen Buch.

► Newman war bis zu ihrem Austritt im Januar 2018 die hochrangigste Afroamerikanerin im Weißen Haus unter der Regierung Trump. Sie gehörte lange Zeit zu seinen lautstärksten Unterstützern.

► Ihr zufolge habe Trump die rassistischen Sprüche bei Dreharbeiten der TV-Reality-Show “The Apprentice” benutzt, in der er jahrelang mitspielte. Kameras sollen die Flüche festgehalten haben.

Mehr zum Thema: Trump und der Klan: Drei der wichtigsten Magazine der Welt behandeln den rechten Hass in den USA

Darum sind die Enthüllungen Newmans wichtig: 

Newmans Vorwürfe sind nicht neu. Bereits seit Jahren kursieren Gerüchte, dass es kompromittierende, nicht gesendete Aufnahmen der TV-Sendung gibt.

In ihrem Buch, das am Dienstag erscheinen soll und dem “Guardian” vorab vorlag, erklärt Newman, sie habe zudem aus drei verschiedenen Quellen gehört, dass es aus der Zeit von Trumps Moderatorentätigkeit bei “The Apprentice” Aufnahmen gebe, wo er sich rassistisch über Afroamerikaner geäußert habe.

Wörtlich heißt es in den Memoiren: 

“Ich habe letztendlich bemerkt, dass die Person, von der ich dachte, dass ich sie schon so lange kenne, eigentlich ein Rassist war. (...) Das N-Wort war nicht nur die Art, wie er (Trump, Anm. d. Red.) spricht, sondern, noch beunruhigender, wie er mich und die Afroamerikaner als Ganzes sah.”

Die Autorin schreibt darüber hinaus, sie habe selber gehört, wie Trump über den philippinisch-stämmigen Ehemann einer Mitarbeitern rassistische Anmerkungen gemacht habe.

Wie Trump auf die Vorwürfe reagiert:

Das Weiße Haus hat die Vorwürfe gegen Trump pauschal zurückgewiesen. “Das Buch ist durchsetzt mit Lügen und falschen Anschuldigungen”, sagte seine Sprecherin Sarah Sanders. “Es ist traurig, dass eine verärgerte ehemalige Mitarbeiterin des Weißen Hauses versucht, aus diesen falschen Angriffen Profit zu schlagen.”

Der US-Präsident hatte bereits in der Vergangenheit behauptet: “Ich bin kein Rassist. Ich bin die am wenigsten rassistische Person, die sie jemals interviewen.”

Mit Material von dpa.

Update 10.08.2018, 22 Uhr: Die Stellungnahme des Weißen Haues und weitere Details Newmans wurden nachgetragen.

(ben)