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16/08/2018 07:56 CEST | Aktualisiert 16/08/2018 10:38 CEST

Ex-"Bachelorette"-Sieger David Friedrich: "Wurde als Arschloch abgestempelt"

“Dann sag ich, dass du derjenige warst, der Schluss gemacht hat.”

  • David Friedrich gewann die vergangene “Bachelorette”-Staffel im Jahr 2017.
  • Doch seine Rosen-Dame tat ihm alles andere als gut.
  • Im Video oben seht ihr David Friedrich im Interview mit der Autorin.

Die diesjährige “Bachelorette”-Staffel erinnert stark an die aus 2017. Rosendame Nadine Klein sieht aus wie ihre Vorgängerin Jessica Paszka. Das bemerkte auch Ex-Sieger David Friedrich sofort, mit dem ich mir eine Folge der diesjährigen Staffel angesehen habe.

Nebenbei erzählte er mir viel zu seiner Beziehung mit Jessica. Schließlich blieb er 2017 aus insgesamt 20 Männern übrig. 

Doch nach Drehschluss hielt die Liaison nicht lange. In der Öffentlichkeit zeigte sich Paszka weinend und erzählte, David Friedrich habe per Telefon mit ihr Schluss gemacht.

Nadine Miller
HuffPost-Redakteurin Nadine Miller hat sich mit Ex-"Bachelorette"-Sieger David Friedrich eine Folge der neuen Staffel angeschaut

 David Friedrich: “Ich wurde als Arschloch abgestempelt”

“Am Ende wurde ich von einigen Medien sofort abgestempelt und es so hingestellt, als sei ich das Arschloch”, erzählt mir David.

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Dass alles ganz anders gewesen sein könnte – darüber würden sich die Menschen offensichtlich keine Gedanken machen, resümiert er weiter. 

Ob er und Jessica Paszka wirklich ineinander verliebt waren oder alles nur für RTL konstruiert war, verrät er nicht.

Wenn der 28-Jährige aber davon spricht, wie viel Mühe er sich gegeben hätte, kann man davon ausgehen, dass Gefühle im Spiel waren.

Doch die reichten offensichtlich nicht aus bei der Entfernung.

Ex-“Bachelorette“-Sieger: “Im Alltag merkt man dann, dass nicht alles läuft”

“Es ist so schwierig, wenn man sich kaum sieht. Und merkt, man kann die Beziehung im Alltag nicht aufrechterhalten. Es ist, wie wenn man jemand im Urlaub kennenlernt. Wenn man dort ist, ist alles toll. Doch sobald man nach Hause kommt, muss man erst mal schauen, wie das im Alltag läuft. Und dann merkt man, dass alles nicht mehr ganz so toll ist.”

Bei ihm und Jessica sei das der Fall gewesen – gerade mal eine Handvoll Treffen wären möglich gewesen.

Als er merkte, dass das keine Basis für eine Beziehung ist, stritten sich die beiden am Telefon und stellten fest, dass es keinen Sinn hatte.

Screenshot RTL
Friedrich und "Bachelorette" Jessica Paszka verliebten sich 2017 beim Dreh in Südafrika.

 “Dann sag ich, dass du derjenige warst, der Schluss gemacht hat”

David meinte, er wollte mit dem ganzen Format nichts mehr zu tun haben.

Zumal er schon bei der Teilnahme bereits öfter mit dem Gedanken gespielt hatte, das Haus zu verlassen. Deshalb habe er danach auch noch mal zu Jessica gemeint, dass er “ab sofort aus der Nummer raus” sei.

Die soll aber gesagt haben: “Gut, dann machen wir das so. Gib mir zwei Tage Zeit. Dann sag ich, dass du derjenige warst, der Schluss gemacht hat. Und dann gehe ich an die Öffentlichkeit damit.”

Verständlicherweise regte sich der 28-Jährige über die Ankündigung auf:

“Ich habe ihr noch gesagt, dass es eine scheiß Aktion von ihr wäre. Aber sie hat es durchgezogen. Zwei Tage später sah ich sie dann weinend im Fernsehen. Und dachte: ‘Ganz klasse’. Am Ende wurde ich als das Arschloch hingestellt.”

Ex-“Bachelorette”-Sieger: “Die Zuschauer sollen merken, dass ich ein ganz normaler Mensch bin”

Die Negativ-Erfahrung nagte an David. Daher entschied er sich auch, ins Dschungelcamp zu gehen, wie er mir erzählte:

“Nach all der schlechten Stimmungsmache gegen mich habe ich mich dafür entschieden, ins Camp zu gehen. Ich wollte keinen Fame, keinen Hype um mich. Dass das nach der ‘Bachelorette’-Teilnahme so Ausmaße um meine Person angenommen hat – damit habe ich selbst nicht gerechnet. Ich wollte mit dem Dschungelcamp auch einfach mein ‘Ich’ zeigen, so wie eben bin. Damit die Zuschauer merken, dass ich ein ganz normaler Mensch bin – und eben kein Arschloch, das die Medien teilweise aus mir gemacht haben. Das war mir wichtig.”

David Friedrich will sich nie wieder verlieben 

Auch wenn ihm bestimmt niemand mehr die Schuld an dem Liebes-Aus unterstellen will – seine seelischen Wunden sind geblieben.

“Ich war immer in Beziehungen, war nie ein Arschloch. Nach all der Scheiße, die ich erfahren habe, glaube ich nicht, dass ich mich jemals wieder emotional auf einen Menschen einlassen kann. Ich denke, dafür ist der Zug abgefahren. Spaß haben ja, verlieben nein. Jetzt bin ich eben wirklich ein Arschloch.”

Davids bester Kumpel, der das ganze Gespräch schweigend mit angehört hat, zwinkert mir zu und sagt: “Und doch schafft er es nicht, ein Arschloch zu sein.”

Scheint so, als gäbe es doch noch einen Funken Hoffnung – mit David und der wahren Liebe.

(kiru)